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ÖHB-Männer gewinnen erstes WM-Quali-Spiel gegen Esten

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Österreichs stark verjüngtes Männer-Handball-Nationalteam hat am Donnerstag in Bregenz das Hinspiel in der WM-Qualifikation gegen Estland gewonnen. Die Truppe von Teamchef Ales Pajovic besiegte die Gäste knapp mit 35:33 (15:16) und hat sich damit für das Rückspiel am Sonntag in Tallinn (18.40 Uhr/live ORF Sport +) zumindest in eine positive Ausgangslage gebracht. Schafft Österreich den Aufstieg ginge es am 13. und 16. April im finalen Play-off gegen Island um den WM-Platz.

Kapitän Nikola Bilyk war erleichtert. „Es war heute alles andere als einfach, das wussten wir. Wir haben eine komplett neue Truppe im Rückraum. Es war klar, dass das nicht von Anfang an optimal laufen wird“, so Bilyk im ORF-Interview. Man habe aber gut ins Spiel gefunden. „Darauf bin ich stolz, dass wir uns zurückgekämpft haben, wir waren schon fünf Tore hinten.“

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Die Österreicher erwischten zunächst keinen guten Start und gerieten mit 6:11 in Rückstand, ehe zum 15:15 der Ausgleich gelang. Den Esten gelang noch ein Treffer, womit sie mit einem Tor Vorsprung in die Pause gingen. Erst als nach Seitenwechsel zum 19:19 wieder der Gleichstand glückte, schafften die Österreicher in Vorarlberg die Wende und gingen zunächst mit 24:20 in Führung. Auf mehr als einen Vier-Tore-Abstand konnten die Hausherren den Vorsprung aber nicht vergrößern, die Esten blieben dran und wurden dafür belohnt: Knapp fünf Minuten vor Schluss gelang ihnen der Ausgleich zum 31:31.

Danach wogte der Spielstand hin und her, auch wenn die Esten nicht mehr in Führung gingen. Beim Stand von 34:33 vergaben die Esten in der letzten halben Minute ihre Ausgleichschance, ehe die Hausherren noch auf 35:33 erhöhten.

Das ÖHB-Team musste zahlreiche Ausfälle verkraften, u.a. fehlten Lukas Hutecek, Janko Bozovic, Gerald Zeiner sowie Maximilian und Alexander Hermann. Dafür durfte sich Nachwuchsmann Moritz Mittendorfer mit fünf Toren über ein tolles Teamdebüt freuen.

„Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, es wird schwer sein. Die Esten sind nicht schlecht und sind mit vollem Kader gekommen“, sagte Teamchef Ales Pajovic. „In der zweiten Halbzeit war dann die Abwehr viel besser, natürlich war es nicht einfach, weil viele neue Leute dabei waren und das habe ich auch gemerkt. In Angriff und auch Abwehr war die Absprache noch nicht so gut.“ Doch nach den vielen Absagen und Verletzungen sei er zufrieden mit dem Sieg.

Am Sonntag starte man wieder bei Null, so Pajovic. Ähnlich sieht es Bilyk: „Zwei Tore sind nicht viel, aber trotzdem ist es schön, die mitzunehmen. Wir müssen jetzt noch einmal 60 Minuten alles reinhauen, um die Chance zu bekommen, diese zwei Spiele gegen Island zu spielen.“


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