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Nehammer besucht Bosnien-Herzegowina und den Kosovo

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Nach seinem Besuch in Serbien setzt Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Freitag seine Westbalkanreise in Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo fort. Ziel der Reise ist, vor dem Hintergrund von Befürchtungen einer Destabilisierung der Region durch Russland die EU-Perspektive der Länder zu bekräftigen. In Sarajevo sind Treffen mit dem bosnischen Staatspräsidium, Regierungschef Zoran Tegeltija und dem Hohen Repräsentanten der Internationalen Gemeinschaft Christian Schmidt geplant.

Im Anschluss reist Nehammer weiter in den Kosovo, wo er am Nachmittag mit Regierungschef Albin Kurti und Präsidentin Vjosa Osmani zusammenkommt. Vor seiner Rückkehr nach Wien stattet der Kanzler auch den österreichischen Soldaten der NATO-geführten Truppe KFOR im Kosovo einen Besuch ab. Österreich stellt 274 KFOR-Soldaten im Kosovo. In Bosnien-Herzegowina sind bei der EUFOR-Truppe 174 Bundesheerangehörige stationiert. Zusätzlich wurden nach dem russischen Angriff auf die Ukraine weitere 120 Soldaten als Teil der Reserveeinheit „Intermediate Reserve Force“ in das Land entsandt.

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Der Krieg in der Ukraine hat bestehende Sorgen vor neuen Spannungen in der Region und besonders in Bosnien-Herzegowina vergrößert. Der moskaunahe Serbenpolitiker Milorad Dodik versucht seit längerem den serbischen Landesteil vom bosnischen Gesamtstaat loszulösen. Auch im Kosovo gibt es im Norden des Landes nach wie vor Spannungen.

Der russische Angriff auf die Ukraine hat der stockenden EU-Annäherung der Balkanländer neue internationale Aufmerksamkeit beschert. Vergangene Woche besuchte bereits die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock Serbien, den Kosovo und Bosnien-Herzegowina und sagte ein stärkeres Engagement zu. Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell bereiste diese Woche die Region.


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