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Formel-1-Kampf wiederöffnet - Hamilton will aggressiver sein

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Der Zweikampf, der die Formel 1 im Vorjahr dominiert hat, ist am Freitag in Bahrain neu eröffnet worden. Zumindest verbal wurden vor dem ersten Freien Training schon die ersten Spitzen abgefeuert. „Ich werde ein aggressiverer Fahrer in diesem Jahr sein, ihr werdet sehen“, versicherte Lewis Hamilton mit einem Lächeln im Gesicht, als er auf künftige Zweikämpfe mit Weltmeister Max Verstappen angesprochen wurde. Der wiederum warf Mercedes ein Täuschen bei den Tests vor.

„Sie werden ganz hinten sein. Ihren Kommentaren nach haben sie ein schreckliches Auto, denke ich. Und das schon seit 2017“, bemerkte der Red-Bull-Champion mit beißender Ironie vor dem Auftakt-Grand-Prix in Bahrain am Sonntag (16.00 Uhr MEZ/live ORF 1 und Sky). Nach Verstappens Einschätzung redet sich Mercedes absichtlich schwach.

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Die erste Trainingssession in Sakhir toppte Pierre Gasly im AlphaTauri mit 1:34,193. Der Franzose war rund vier Zehntel schneller als das Ferrari-Duo Charles Leclerc und Carlos Sainz. Dann kam mit George Russell (+0,436) der erste Mercedes-Mann, unmittelbar gefolgt von Verstappen (+0,549). Hamilton (+0,750) fuhr die siebentschnellste Rundenzeit, Verstappen-Teamkollege Sergio Perez (+0,857) war Zehnter.

Im ersten Jahr der Formel-1-Regelrevolution mit komplett erneuerter Aerodynamik gibt es viele Unbekannte - die Zielstrebigkeit von Verstappen vor dieser 245 Tage dauernden Saison zählt nicht dazu. „Die Motivation ist dieselbe und sogar noch höher, weil man weiter gewinnen will“, versicherte der Niederländer. Sein erster Titel habe Last von ihm genommen. „Dieser Druck, es zu wollen und zu brauchen, ist weg, aber wir wollen weiter Rennen gewinnen“, betonte er.

Verstappen sieht sich nach dem kontroversen WM-Finale 2021 nicht unter dem Druck, sich beweisen zu müssen. „Nein, ich habe es mit den meisten Siegen, den meisten Poles und den meisten Führungsrunden bewiesen. Die Leute vergessen das, weil sie nur auf Abu Dhabi schauen. Wir haben aber mehr Rennen als nur Abu Dhabi in dieser Saison“, erklärte Verstappen.

Beweisen muss auch der siebenmalige Weltmeister Hamilton eigentlich niemandem etwas. In der Geschichte der Formel 1 hat er unter anderem die meisten Siege und die meisten Pole Positions (jeweils 103) gesammelt. Von Selbstzufriedenheit gibt es beim Briten aber auch vor seiner mittlerweile 16. Saison keine Spur.

„Ich will der Beste sein, der ich sein kann“, betonte er. „Ich hege keinen Groll, ich habe keine Last, die ich in die Saison mitschleppe“, bekannte er nach dem Herzschlagfinale im vergangenen Dezember, als er den schon sicher scheinenden Titelgewinn in der letzten Runde verloren hatte. Was seinen Helm betrifft, hat sich der 37-Jährige auf seine Anfänge im Kartsport besonnen und fährt in diesem Jahr mit einem überwiegend gelben Design.


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