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Staatsfernsehen unterbricht Übertragung von Putin-Rede

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Im russischen Staatsfernsehen ist die Übertragung einer Rede von Kremlchef Wladimir Putin am Freitag zwischenzeitlich unterbrochen worden. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach später von technischen Problemen. Erst nach mehreren Minuten war die Berichterstattung von dem Auftritt im Moskauer Luschniki-Stadion fortgesetzt worden. Putin hatte vor Zehntausenden Menschen die „militärische Spezial-Operation“ in der Ukraine gelobt. Er betonte, alle Pläne würden umgesetzt.

Es habe eine Panne auf einem Server gegeben, sagte Peskow der Agentur Interfax. Wenig später wurde die Rede in voller Länge im TV-Kanal Rossija 24 gezeigt. Wie es zu der mutmaßlichen Panne kommen konnte, ist nicht bekannt.

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Das Staatsfernsehen hatte die Show aus dem Luschniki-Stadion mit Zehntausenden Zuschauern live gezeigt, von denen viele russische Fahnen schwenkten. Nach Rednern und einem Konzert trat Putin auf die Bühne. Kurz nachdem der Präsident mit dem Reden begonnen hatte, brach die Übertragung jedoch ab. Statt dessen wurden aufgezeichnete Bilder von Reden und Konzertauftritten gezeigt.

Im Stadion schwenkten die Menschen die russischen Staatsflaggen und Fahnen mit dem Buchstaben Z, der als Symbol für die „militärische Spezial-Operation“ steht. Die Menschen riefen: „Für Russland. Für den Sieg.“ Über der Bühne, auf der Putin auftrat, stand: „Für eine Welt ohne Nazismus“. Anlass des Auftritts war der achte Jahrestag der Einverleibung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim am 18. März 2014.

Unter Vorsitz von Präsident Putin hatte sich Russlands nationaler Sicherheitsrat zuvor mit der Lage in der Ukraine befasst. „Bei dem Treffen wurde die aktuelle internationale Situation besprochen und der Meinungsaustausch über die laufende Spezial-Operation der russischen Streitkräfte in der Ukraine fortgesetzt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Zudem habe Putin die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats über jüngste Telefonate informiert, so Peskow. Der Kremlchef hatte zuvor mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz gesprochen. Später telefonierte Putin erneut mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron. Putin versicherte demnach, dass die russischen Streitkräfte alles unternehmen würden, „um das Leben von Zivilisten zu retten“, teilte der Kreml am Freitagabend in Moskau mit. Putin habe außerdem auf „Kriegsverbrechen“ der Ukraine aufmerksam gemacht, hieß es in der Mitteilung. Die Initiative für das Telefonat ging dem Kreml zufolge von Macron aus. Die beiden Präsidenten hatten zuletzt schon mehrmals miteinander gesprochen.

Peskow kritisierte zudem neue Äußerungen von US-Präsident Joe Biden, der Putin angesichts des Kriegs gegen die Ukraine am Donnerstag als „mörderischen Diktator“ bezeichnet hatte. „Wir hören und sehen wirklich Äußerungen, die faktisch schon persönliche Beleidigungen gegen Präsident Putin sind“, sagte Peskow. Darüber hinaus wolle er die Aussagen Bidens aber nicht bewerten. Der US-Präsident hatte Putin zum Ärger Moskaus zuvor bereits als „Kriegsverbrecher“ bezeichnet.


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