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Rapid im Derby gegen Negativserie - Salzburg erneut beim WAC

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Das 335. Wiener Fußball-Derby am Sonntag (17.00 Uhr) bietet für Rapid die Gelegenheit, eine Misserfolgsserie gegen den Erzrivalen Austria zu beenden. In den bisherigen acht Duellen im Allianz Stadion gab es noch keinen Sieg. Salzburg ist in der 2. Runde der Bundesliga-Meistergruppe erneut zu Gast beim Wolfsberger AC, der im Cup-Halbfinale knapp besiegt wurde. Sturm Graz empfängt Austria Klagenfurt. In der Qualifikationsgruppe muss der LASK nach Hartberg (jeweils 14.30 Uhr).

Rapids Derby-Bilanz im neuen Stadion steht bei fünf Unentschieden und drei Niederlagen, nun soll der erste Sieg in der neuen Heimstätte her. An der Publikums-Unterstützung dürfte es nicht scheitern - bereits am Freitagnachmittag waren fast alle 26.000 aufgelegten Tickets verkauft. Grund für den Andrang dürfte die ansteigende Formkurve beider Mannschaften sein. Rapid hat die vergangenen drei Liga-Partien gewonnen, die Austria reist sogar mit dem Selbstvertrauen von fünf Siegen in Folge in den Westen der Bundeshauptstadt.

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„Man hat lange auf so ein Derby gewartet, wo sich beide auf einem so guten Niveau treffen“, sagte Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer. Laut dem Steirer ist im ganzen Verein seit Tagen ein Kribbeln zu spüren - sowohl im Umfeld als auch bei den Spielern. „Es war für mich eine einfache Woche. Die Mannschaft ist hochmotiviert, fokussiert und zielstrebig unterwegs“, erzählte Feldhofer. Rapid liegt derzeit als Tabellenfünfter einen Punkt hinter der zweitplatzierten Austria.

Groß ist die Derby-Vorfreude auch bei Manfred Schmid - und das, obwohl der Austria-Coach das Spiel möglicherweise vor dem TV-Gerät mitverfolgen muss. Der 51-Jährige befindet sich derzeit in Corona-Quarantäne, er verfolgte die Trainings-Einheiten via Live-Übertragungen und würde auch am Sonntag telefonisch mit seinem Team verbunden sein. Der Wiener erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, sieht keinen echten Favoriten und wünscht sich einen positiven Ausgang für die Austria. „Ich hoffe, dass wir beide Serien fortsetzen“, meinte Schmid mit Hinweis auf die fünf Siege in Folge und acht Partien ohne Niederlage im Allianz Stadion.

Red Bull Salzburg peilt gegen den WAC den zweiten Auswärtserfolg innerhalb von fünf Tagen an. Nachdem sich der Titelverteidiger am Mittwoch im Fußball-Cup-Semifinale im Elfmeterschießen durchgesetzt hat, soll es nun am Sonntag in der Bundesliga-Meistergruppe mit dem nächsten Sieg in der Lavanttal-Arena klappen. Allerdings warnte Trainer Matthias Jaissle: „Wir benötigen eine Topleistung, wenn wir die drei Punkte mitnehmen wollen.“

Die Salzburger gingen in ihren jüngsten vier Bewerbspartien in Wolfsberg als Sieger vom Platz und haben in der Liga nur zwei der vergangenen 27 Duelle mit den Kärntnern verloren. Dafür präsentierte sich der WAC zuletzt sehr heimstark - die Truppe von Coach Robin Dutt gewann ihre jüngsten sechs Bundesliga-Heimpartien. Laut Dutt ist das bittere Cup-Aus gegen den Serienchampion kein Thema mehr. „Wir müssen das schnell abhaken, es ist vorbei. Es geht am Sonntag auch weniger um Revanche, es geht einfach darum, dass wir Punkte brauchen“, sagte der Deutsche. Der WAC steht bei 18 Punkten gleichauf mit Rapid und Sturm Graz.

Sturm empfängt am Sonntag Austria Klagenfurt in der Merkur Arena. Beide Teams sind mit Niederlagen in die Meistergruppe gestartet und sahen im Anschluss Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, vor allem in Graz sorgte die zweifache Elfmeter-Intervention des VAR auch Tage nach dem 0:1 in Salzburg für eine anhaltende Regelkunde-Diskussion. Sturm-Coach Christian Ilzer bemühte sich in den vergangen Tagen, die Schiedsrichter-Entscheidungen „zu akzeptieren und abzuhaken“. Er forderte für das Heimspiel gegen Klagenfurt mehr Effizienz und Konsequenz.

Keine Angst, aber großen Respekt vor Sturm zeigte Peter Pacult. Sturm komme im Vergleich zu Rapid (1:3) „noch einmal mit einer anderen Wucht und spielerischen Qualität“ daher, stellte Klagenfurts Trainer fest. „Da müssen wir bereit sein, sehr hart zu arbeiten, die Zweikämpfe anzunehmen, viel zu laufen, konsequent und konzentriert zu verteidigen.“ Pacult muss seine Startelf zumindest auf zwei Positionen verändern. Mit Turgay Gemicibasi (Mittelfeld) und Nicolas Wimmer (Verteidigung) fehlen zwei gesperrte Schlüsselspieler. Klagenfurt liegt mit 15 Punkten derzeit am Ende der Meistergruppen-Tabelle.

Auch ein Spiel der Qualifikationsgruppe steht am Sonntag auf dem Programm: Der LASK konzentriert sich nach dem Aus in der Conference League nun nur noch auf die Bundesliga. Dem halben Dutzend Treffer beim 6:0 gegen die WSG Tirol zum Auftakt der Qualifikationsgruppe sollen weitere Tore in der Oststeiermark folgen. Die Linzer könnten mit einem Erfolg beim TSV Hartberg ihren Status als bestes Team der unteren Tabellenhälfte untermauern. Die Hartberger hoffen nach dem matten Remis in Altach auf den ersten Sieg unter Neo-Coach Klaus Schmidt.


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