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Feller Slalom-Dritter in Meribel - Kugel für Kristoffersen

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Henrik Kristoffersen hat sich zum dritten Mal die kleine Kristallkugel für den Gewinn der Slalom-Wertung im alpinen Ski-Weltcup gesichert. Der Norweger war am Sonntag in Meribel beim Sieg seines Landsmannes Atle Lie McGrath mit 0,37 Sekunden Rückstand Zweiter, Dritter wurde Manuel Feller (+0,77). Der Tiroler fuhr im zweiten Lauf auf einer nachlassenden Piste vom zehnten Platz nach vorne und schloss die Saison als Zweiter der Disziplinwertung hinter Kristoffersen ab.

Mit Marco Schwarz als Neuntem und Michael Matt als Zehntem kamen zwei weitere Österreicher in die Top Ten. Auch Fabio Gstrein schrieb als 15. noch Punkte an. Johannes Strolz schied im ersten Durchgang aus.

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„Oben war ich noch ein bisschen zögerlich, aber es war schon ein sehr, sehr guter zweiter Durchgang. Das war einer der schwierigsten Läufe, die wir in der Saison gehabt haben. Umso stolzer bin ich, dass ich das auf dem Podium beendet habe“, gab Feller zu Protokoll.

Auf Disziplinsieger Kristoffersen fehlten ihm am Ende genau 90 Punkte. „Wenn man irgendwo sagen kann, dass ich es liegen lassen habe, dann bei den ersten zwei Rennen, wo ich zwei Nuller geschrieben habe. Schlussendlich war es eine super Saison.“ Trotz einer Coronavirus-Infektion im Jänner schaffte Feller einen zweiten und drei dritte Plätze im Slalom, daneben auch vier Podestplätze im Riesentorlauf.

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Der zu Saisonbeginn am Sprunggelenk verletzt gewesene Schwarz hingegen konnte mit seinem Winter nicht zufrieden sein. „Das war eine sehr, sehr zache Saison für mich. Was sehr gut war, war der Aufwärtstrend (im Saisonfinish, Anm.), also dass ich da noch einige Ergebnisse einfahren habe können“, sagte der Kärntner. Im letzten Rennen sei es „brutal eng“ gewesen. „Ich nehme die Punkte gerne mit. Das ist sehr, sehr wichtig für mich.“ Seinem Teamkollegen zollte Schwarz Respekt: „Manu hat eine richtig coole Saison hinter sich.“

Olympia-Silbermedaillengewinner Strolz ärgerte sich über „einen dummen Fehler“. Er sei bei einem Schwungansatz zu ungeduldig gewesen, diese Art Schnee verzeihe von der Balance her relativ wenig. „Das ist man auf dem Innenski weg, das darf einem nicht passieren.“ Er werde nun noch den Slalom bei den Österreichischen Meisterschaften bestreiten und zwei Tage Skitesten. Für danach freut sich der Olympiasieger in Kombination und Teambewerb auf die Medaillenfeier im April und wird infolge seine Akkus weder aufladen. In die neue Saison wird er auch mit einem Servicemann starten, bisher hat er seine Ski selbst präpariert.

Österreich holte nach dem zweijährigen Intermezzo mit Platz zwei hinter der Schweiz wieder den Nationencup, wobei alle Punkte von Frauen und Männern zusammengezählt werden. Dazu gewannen die ÖSV-Frauen ihre Mannschaftswertung vor der Schweiz und Italien.

Davon abgesehen gab es wie zuletzt 2019/20 keinen Gewinn einer Wertung für Österreichs Alpine, die mit zwei neuen Rennsportleitern in die kommenden Saison gehen werden: Bei den Männern übernimmt Technik-Gruppenchef Marko Pfeifer für Andreas Puelacher, bei den Frauen löst Thomas Trinker Christian Mitter ab.


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