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Urteil gegen Kremlgegner Nawalny erwartet

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In dem umstrittenen Prozess gegen den inhaftierten Kremlgegner Alexej Nawalny will das Gericht am Dienstag (8.00 Uhr MEZ) das Urteil sprechen. In dem als politische Inszenierung kritisierten Verfahren gegen den bekanntesten Gegner von Kremlchef Wladimir Putin hat die Staatsanwaltschaft 13 Jahre Gefängnis beantragt. Nawalnys Anwälte fordern Freispruch in dem Prozess wegen angeblichen Betrugs und Beleidigung einer Richterin.

Das Team des Kremlgegners sieht das Vorgehen der russischen Justiz als weiteren Versuch, Nawalny mundtot zu machen. „Wir haben gesagt, dass Putin Nawalny für immer im Gefängnis halten will“, sagte die Sprecherin des Oppositionellen, Kira Jarmysch.

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Verantworten muss sich der 45-Jährige diesmal wegen angeblicher Veruntreuung von Geldern für seine inzwischen in Russland verbotene Anti-Korruptionsstiftung und wegen Beleidigung einer Richterin in einem früheren Verfahren. Nach Angaben seines Teams drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Jarmysch meinte, Putin räche sich an Nawalny, „nachdem es ihm nicht gelungen ist, ihn zu töten“. Der Kremlgegner hatte einen Mordanschlag mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok im August 2020 nur knapp überlebt. Der Präsident wies eine Beteiligung zurück. Die EU hatte wegen des Attentats Sanktionen gegen Russland verhängt.

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Nawalny war nach seiner Genesung in Deutschland, wo ihn die damalige Kanzlerin Angela Merkel in der Charité in Berlin besucht hatte, vor gut einem Jahr nach Russland zurückgekehrt. Er wurde am 17. Jänner 2021 am Flughafen in Moskau festgenommen, weil er gegen Auflagen in einem anderen Strafverfahren verstoßen haben soll.


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