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Vienna Shorts streichen heuer geförderte russische Filme

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Noch sind es zwei Monate, bis das Wiener Kurzfilmfestival Vienna Shorts in seine 19. Ausgabe startet. Doch bevor man ab 25. Mai wieder zum Hochamt auf das kurze Filmvergnügen ansetzt, gab man am Dienstag erste Highlights des Programms bekannt. Nicht dazu gehören werden diesmal russische Werke, wenn diese staatlich gefördert wurden.

„In voller Solidarität mit der Ukraine haben wir beschlossen, dieses Jahr keine staatlich geförderten Filme aus Russland und Belarus beim Festival zuzulassen sowie keine Filme, die die offizielle russische Staatsdoktrin vertreten“, gab das Leitungsduo bestehend aus Doris Bauer und Daniel Ebner bekannt. Unabhängige Filmschaffende aus Russland wolle man indes nicht auf ihren Pass reduzieren und ihnen weiterhin eine Plattform bieten.

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Diesen und allen weiteren Kurzfilmgrößen wird nach der Hybridausgabe des Vorjahres wieder in den Stammkinos Gartenbau, Stadtkino, Filmmuseum und Metro Kinokulturhaus der Rote Teppich ausgerollt. Ganz verlässt man die Remoteebene allerdings nicht, kann man doch auch nach dem Ende des eigentlichen Festivals am 30. Mai noch bis 30. Juni im Vienna-Shorts-Filmportal Werke online nachschauen.

Das heurige Sujet, ein Standbild aus Jean Vigos „Taris“ von 1931, verweist auf den Schwerpunkt der Vienna Shorts 22: das Archiv. So hat man auf Einladung des Filmmuseums in dessen Archiv gestöbert und ist daraus mit drei Programmen zurückgekommen, die Arbeiten aus den Jahren 1903 bis 2003 umfassen. Unter dem Festivalmotto „We‘ve Come A Long Long Way Together“ blickt man so zurück auf die Filmgeschichte als Ausgangspunkt für die Gegenwart.

Eine Personale indes ist der gebürtigen Kolumbianerin Laura Huertas Millán gewidmet, die ihre Arbeitsweise mit „Ethnographic Fiction“ zusammenfasst, da sie Exotismus, Ethnographie und Anthropologie in ihrem zwischen Film und Kunst schwankenden Kosmos vereint. Der Filmemacherin sind am 28. Mai zwei Programme gewidmet.

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