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Lübeck rückt eine Torte ins Zentrum einer Weltkriegsschau

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Eine Nusstorte, die den Bombenangriff auf Lübeck 1942 nahezu unversehrt überstanden hat, steht im Mittelpunkt einer Ausstellung. Unter dem Titel „Bittersüß – Der Tortenfund von Lübeck 1942-2022“ ist das Backwerk im stadtgeschichtlichen Museum Holstentor zu sehen. Gezeigt werden neben der rußgeschwärzten, aber noch gut erkennbaren „Torten-Mumie“ auch eine Rekonstruktion, die zeigen soll, wie die Torte einmal ausgesehen haben könnte.

Archäologen hatten das Feingebäck im Vorjahr bei Ausgrabungen in der Lübecker Altstadt entdeckt. Der Fund hatte damals auch international für Aufsehen gesorgt. Zwar werden bei Ausgrabungen immer wieder auch sehr viel ältere Reste von Nahrungsmitteln gefunden. Doch eine Torte war bis dato nicht darunter. Der Fund sei unter anderem deshalb so besonders, weil er auf ein Ereignis - nämlich den Bombenangriff auf Lübeck - zurückgehe, das im Bewusstsein der Stadt noch immer präsent sei, sagte eine Mitarbeiterin der Lübecker Archäologie.

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