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NÖ Landesausstellung zeigt „Marchfeld Geheimnisse“

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Als „spannende Reise durch eine einzigartige Region“ wird die Niederösterreichische Landesausstellung „Marchfeld Geheimnisse“ angekündigt, die am Samstag ihre Pforten für das Publikum öffnet. Die Schau in Marchegg ganz im Osten des Bundeslandes ist bis 13. November zu sehen. Das Schloss in der etwa 3.000 Einwohner zählenden Stadtgemeinde unweit der slowakischen Grenze steht im Zentrum und ist die „Bühne“. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) nahm die Eröffnung vor.

„Wir haben einen langen Weg hinter uns“, verwies der wissenschaftliche Leiter Armin Laussegger am Freitag auf eineinhalb bis zwei Jahre Vorbereitungszeit. In dieser Zeit wurde auch das Schloss Marchegg renoviert. Abelina Bischof und Ronald Lintner sind neben Laussegger die weiteren Kuratoren der „Marchfeld Geheimnisse“, die „Kultur- und Naturgeschichte verschränken“ wollen.

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In den barocken Räumen des Schlosses soll die Vergangenheit in neun Themenschwerpunkten lebendig und die Gegenwart greifbar werden. Die Ausstellung will Besucherinnen und Besucher zu einer „faszinierenden Neuentdeckung des Marchfelds“ einladen. Trotz aller „Geheimnisse“ gilt „Bitte weitersagen“ als Motto.

Der Rundgang durch die Schau in Marchegg startet mit dem Schwerpunkt „Kräfte der Natur“ und informiert u.a. darüber, dass auch tierische Bewohner großen Einfluss auf die Entwicklung der Landschaft im Marchfeld hatten. „Erste Spuren in der Landschaft“ vermitteln, dass sich vor etwa 7.500 Jahren die ersten Menschen in der Region niedergelassen hatten. Es folgen die Bereiche „Am Schnittpunkt von March & Donau“ und „Aufschwung und Niedergang einer Kulturlandschaft“. Der Besucher erfährt, dass das Schloss, in dem er sich aufhält, 1268 errichtet wurde.

Beim Schwerpunkt „Vom Schlachtfeld ... zur höfischen Spielwiese“ werden die Schlacht bei Dürnkrut und Jedenspeigen (1278) ebenso wie die Schlacht bei Aspern (1809) thematisiert. Mit dem Film „Habsburgs Glück und Ende“ wird im Schloss Marchegg die Kapelle bespielt, erläuterte Laussegger.

Der Themenbereich „Neue Formen der Energiegewinnung“ behandelt auch Fragen zu Energien der Zukunft, „Fruchtbarer Boden“ nimmt sich etwa des Wandels der Landwirtschaft an, „Fließende Grenze“ informiert, dass die March „geschichtlich gesehen vor allem verbindendes Element“ war.

„Von der Natur zur Umwelt“ als neunter und letzter Schwerpunkt der Landesausstellung widmet sich auch der Frage, wie der Mensch den Lebensraum Marchfeld bestmöglich schützen kann. Themen sind zudem die Umweltbewegung der 1980er-Jahre und die Besetzung der Hainburger Au.

Mikl-Leitner erinnerte in ihren Eröffnungsworten auch an den Krieg in der Ukraine. „Wir stehen unter dem Eindruck der schrecklichen Geschehnisse in der Ukraine, aber wir verspüren auch eine große Hilfsbereitschaft“, sagte die Landeshauptfrau. Zur Landesausstellung merkte sie an, dass „das Schloss Marchegg aus dem Dornröschenschlaf geholt“ worden und nunmehr „ein Juwel“ sei. „Wir haben hier die Schätze dieser Region bergen können.“ Die Schau soll „ein Turbo sein für die weitere Entwicklung der gesamten Region“.

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