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SPD-Erdrutschsieg bei Landtagswahl im Saarland

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Bei der Landtagswahl im deutschen Saarland haben die Sozialdemokraten am Sonntag einen Erdrutschsieg erzielt. Dies zeigte eine erste Prognose der ARD, die nach Wahlschluss um 18 Uhr veröffentlicht wurde. Demnach kam die SPD der populären Spitzenkandidatin Anke Rehlinger auf 44 Prozent der Stimmen, während die CDU von Ministerpräsident Tobias Hans auf einen historischen Tiefststand von 27,5 Prozent abstürzte. Die SPD war bisher Juniorpartner in der Regierung von Hans.

„Das Saarland hat Rot gewählt. Die Saar-SPD hat die Wahl gewonnen“, sagte Rehlinger in ihrer ersten Reaktion. Sollte sich die Prognose bestätigen, könnte die wahrscheinliche künftige Ministerpräsidentin aus zwei potenziellen Koalitionspartnern wählen, wenn sie einen solchen überhaupt brauchen sollte. Neben einer Fortsetzung der GroKo mit umgekehrten Vorzeichen ist auch eine rot-grüne Koalition möglich. Die Grünen wurden laut der Prognose mit sechs Prozent drittstärkste Kraft und schafften den Wiedereinzug in das Parlament des kleinsten deutschen Flächenstaates.

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Die FDP lag mit 4,8 Prozent knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag. Sollten es die Liberalen doch in den Landtag schaffen, hätte die bisherige Wirtschaftsministerin Rehlinger noch einen dritten potenziellen Regierungspartner. Dagegen flog die Linke mit 2,5 Prozent klar aus dem Regionalparlament des Heimatlandes des Linken-Parteigründers Oskar Lafontaine. Die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ bleibt der Prognose zufolge mit 5,5 Prozent im Saarbrücker Landtag.

Im neuen Landtag käme die SPD den Prognosen der Institute Infratest dimap und Forschungsgruppe Wahlen zufolge möglicherweise auf eine absolute Mehrheit der Sitze. Auf die SPD entfielen demnach 26 bis 28 Sitze. Die CDU käme auf 16 bis 17 Sitze. AfD und Grüne könnten mit jeweils drei Sitzen rechnen.

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Die Wahl war der erste Test nach der Bundestagswahl im September, bei der eine Regierung aus SPD, Grünen und FDP die Macht übernommen hatte. SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert sagte, der „Erdrutschsieg“ gebe „wahnsinnigen Rückenwind“ für die Landtagswahlen in den beiden größeren Bundesländern Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen im Mai. Diese beiden Länder werden ebenfalls von CDU-Ministerpräsidenten regiert.

Das Saarland galt nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang als SPD-Hochburg, stand aber seit der Jahrtausendwende unter CDU-Führung. Allerdings wurde Ministerpräsident Hans bei den Popularitätswerten von SPD-Chefin Rehlinger abgehängt. Laut Infratest dimap würden bei einer Direktwahl 53 Prozent für Rehlinger stimmen und nur 26 Prozent für Hans.


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