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Zwei Polizisten bei IS-Anschlag in Israel getötet

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Bei einem IS-Anschlag in Israel sind am Sonntag zwei Polizisten getötet worden. Auch die beiden Attentäter wurden bei dem Vorfall in Hadera laut Polizei erschossen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich in einer Erklärung zu dem „Kommandoangriff“. Die Angreifer wurden den Sicherheitsbehörden zufolge von Spezialeinheiten getötet. Der Anschlag ereignete sich kurz vor Beginn eines Gipfeltreffens Israels mit vier arabischen Staaten und US-Beteiligung.

Dem örtlichen Polizeivertreter Dudu Boani zufolge hatte der israelische Geheimdienst zuvor die beiden Angreifer als IS-Anhänger identifiziert. Bilder von Überwachungskameras in der Küstenstadt Hadera zeigten zwei Männer mit automatischen Waffen, die auf einer Straße das Feuer eröffnen. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen erfuhr, „kamen zwei Mitglieder der Antiterroreinheiten der Grenzpolizei, die sich in einem Restaurant in der Nähe des Anschlagsortes aufhielten, heraus und neutralisierten die Angreifer“.

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Ersten Angaben des Rettungsdienstes zufolge wurden sechs Menschen nach dem Angriff medizinisch behandelt. Kurz darauf durchkämmten Sicherheitskräfte Augenzeugen zufolge die Stadt Umm al-Fahm etwa 20 Kilometer von Hadera entfernt.

Die Außenminister Ägyptens, Bahrains, der Vereinigten Arabischen Emirate und Marokkos kommen am Montag im Süden Israels mit ihrem israelischen Amtskollegen Yair Lapid und US-Außenminister Antony Blinken zusammen. Die Repräsentanten der vier arabischen Länder waren bereits am Sonntag angereist und feierlich in Empfang genommen worden.

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Der israelische Außenminister Yair Lapid erklärte, er habe die Teilnehmer des Negev-Gipfels „informiert“. „Alle Außenminister verurteilten den Angriff und übermittelten den Familien der Opfer ihr Beileid“, so Lapid. Blinken erklärte auf Twitter: „Solche sinnlosen Gewalttaten und Morde haben in der Gesellschaft keinen Platz.“

Die radikalen Palästinenserbewegungen Hamas und Islamischer Jihad begrüßten „die Heldentat von Hadera“, übernahmen aber nicht die Verantwortung für die Tat. Israelisch-arabische Politiker verurteilten den Anschlag der beiden Verdächtigen, die ebenfalls israelische Araber sein sollen.

Erst am Dienstag waren bei einem Terroranschlag in Beersheva im Süden Israels vier Menschen getötet worden, zwei Männer und zwei Frauen. Der Attentäter, ein Beduine aus der Negev-Wüste, wurde von Passanten erschossen. Es war einer der schwersten Anschläge mit israelischen Opfern der vergangenen Jahre. Anfang 2017 hatte ein Palästinenser in Jerusalem seinen Lastwagen in eine Gruppe junger Soldaten gelenkt und vier von ihnen getötet.

Im Westjordanland sowie im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems war es in den vergangenen Monaten vermehrt zu Attacken von Palästinensern gekommen. Auch bei israelischen Razzien wurden mehrere Palästinenser getötet. Es wird eine weitere Eskalation während des muslimischen Fastenmonats Ramadan befürchtet. Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.


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