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Bildhauer Oskar Höfinger 86-jährig gestorben

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Der österreichische Bildhauer, Maler und Zeichner Oskar Höfinger ist am 22. März, wenige Tage vor seinem 87. Geburtstag, in einem Wiener Krankenhaus verstorben. Das gab die Familie gegenüber der APA bekannt. Zahlreiche seiner Werke sind im öffentlichen Raum zu finden.

Oskar Höfinger wurde am 2. April 1935 in Golling an der Erlauf geboren. Nach einer Lehre in der Keramik- und Schamottfabrik in Krummnussbaum besuchte er 1952 bis 1956 die Fachschule für Holz- und Steinbearbeitung in Hallein, später die Akademie der bildenden Künste, wo er in die Klasse von Fritz Wotruba aufgenommen wurde. 1961 schloss er seine akademische Ausbildung mit Diplom ab und startete seine Karriere als freischaffender Künstler.

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Als Bildhauer arbeitete er mit Holz, Eisen, Stahl, Sandstein, Granit und Marmor. Aufträge erhielt er u.a. von renommierter Architekten wie Clemens Holzmeister, der öffentlichen Hand und der Katholischen Kirche. Er war seit 1971 Mitglied der Wiener Secession und wurde 1973 in den Vorstand berufen. 1999 wurde ihm vom Bundesministerium der Berufstitel Professor verliehen, 2016 erhielt er das goldene Verdienstzeichen des Landes Wien.

„Das Thema seiner Arbeiten war die menschliche Figur. Wie die kristallinen Formen, die er ab 1960 schuf, hatte Oskar Höfinger Ecken und Kanten, die er in seinem Werk in Leichtigkeit und Lebensfreude verwandelte“, hieß es in einem von der Familie verbreiteten Nachruf. „Er überantwortete seiner gestaltenden Hand stets seine Überzeugungen. Das befreiende, tänzerische Prinzip wird Ausdruck der Freude, des Hochgefühls, das bei aller Erdlastigkeit einer Stein- oder Metallfigur das zu ‚verewigen‘ weiß, was letztlich Vergänglichkeit ist.“

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