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Neonazi-Rapper „Mr. Bond“ vor Wiener Geschworenen

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Am Dienstag beginnt am Wiener Landesgericht für Strafsachen der Schwurprozess gegen den Neonazi-Rapper „Mr. Bond“ wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung. Die Verhandlung ist auf zwei Tage anberaumt, die Urteile - der Bruder des 37-Jährigen ist zu Nebenaspekten mitangeklagt - dürften am 31. März fallen. Die Anklage wirft „Mr. Bond“ vor, mit seiner Musik und Videos den Nationalsozialismus, Adolf Hitler und die Massenvernichtung im Dritten Reich verherrlicht zu haben.

Der Nazi-Rapper erlangte in der einschlägigen Szene Bekanntheit, indem er populäre Hits umtextete und die neuen Versionen via Internet verbreitete bzw. auf fünf CDs veröffentlichte. Der gebürtige Lienzer verbreitete auch ein Video, mit dem er dem Attentäter von Christchurch in Neuseeland Tribut zollte, der im März 2019 in zwei Moscheen 51 Menschen umbrachte. „Mr. Bond“ befindet sich seit Jänner des Vorjahrs in Wien in U-Haft. In seiner Zelle haben ihn briefliche Fan-Botschaften von Rechtsextremen aus aller Welt erreicht. In einschlägigen Foren wurden Spenden und Unterstützungserklärungen gesammelt. Die Verhandlung wird unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.

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