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Erstmals Kaiseradler in Luxemburg nachgewiesen

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Im Großherzogtum Luxemburg ist erstmals ein Kaiseradler nachgewiesen worden. Dabei handelte es sich um einen besonders reisefreudigen Greifvogel, der im Juni 2021 im Burgenland besendert worden war. „Artemisia“ flog von Griechenland über Österreich, Tschechien, Deutschland und die Niederlande nach Belgien und weiter bis nach Luxemburg, hieß es in einer Aussendung der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich am Dienstag.

Für BirdLife ist es „eine ornithologische Sensation“. „Noch nie zuvor wurde ein Kaiseradler in Luxemburg nachgewiesen“, berichtete Greifvogelexperte Matthias Schmidt.

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„Artemisia“ wurde im Rahmen des Artenschutzprogrammes als eines von drei Nestgeschwistern von BirdLife besendert. Bruder „Johannes“ kollidierte im vergangenen Herbst an einem Windrad. Etwa zeitgleich brach „Artemisia“ von Österreich Richtung Griechenland auf, wo sie den Winter verbrachte. „Das ist nicht ungewöhnlich, aber doch eher selten“, so Schmidt, „da die meisten unserer Kaiseradler in Mitteleuropa überwintern und nicht wegziehen.“

Anfang März kehrte Artemisia dann nach einem Abstecher über den Balkan zurück und flog über ihr Heimatland hinaus. Sie durchquerte Österreich, flog weiter nach Tschechien und erreichte zwei Tage später Deutschland. Am 24. März zog der Greif dann über die Niederlande und Belgien bis nach Luxemburg.

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Doch laut BirdLife ist die Reise des Kaiseradlers noch nicht zu Ende: „Artemisia“ machte sich laut Senderdaten nach Frankreich auf, wo sie sich bis heute aufhält, Zugrichtung Süd-West. „Seit dem Verlassen Griechenlands hat der Greifvogel in nur 18 Tagen beeindruckende 3.200 Kilometer zurückgelegt. Das sind im Schnitt mehr als 175 Kilometer pro Tag. Ihre Spitzenzugleistung liegt bei 236 Kilometern pro Tag“, veranschaulichte Schmidt.

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