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Sieben Tote bei Angriff in ukrainischer Stadt Mykolajiw

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Bei einem russischen Angriff auf die Regionalverwaltung in der südukrainischen Stadt Mykolajiw sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens sieben Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden. Die Suche nach weiteren Opfern laufe noch, so Selenskyj am Dienstag in einer Videobotschaft vor dem dänischen Parlament. Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor bekannt gegeben, dass seit Montag 68 ukrainische Militärobjekte zerstört worden seien.

Zuvor hatte Gouverneur Vitali Kim erklärt, bei dem russischen Angriff seien die meisten Menschen „wie durch ein Wunder“ entkommen. Ihm zufolge wurde die Hälfte des Gebäudes zerstört. Mykolajiw liegt im Süden der Ukraine zwischen Odessa und Cherson. Die Stadt steht seit Wochen unter russischem Beschuss, zuletzt hatten die Angriffe auf die Stadt jedoch nachgelassen.

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Weitere Raketenangriffe wurden auf Objekte bei Nikopol und Pawlohrad im Gebiet Dnipropetrowsk gemeldet. Zuletzt meldete die ukrainische Armee erfolgreiche Gegenangriffe. Man sei dabei, den russischen Vormarsch auf die Großstadt Slowjansk im Gebiet Donezk im Südosten des Landes sowie auf die Kleinstadt Barwinkowe im Gebiet Charkiw im Nordosten zu stoppen, hieß es im Lagebericht des ukrainischen Generalstabs, der in der Nacht auf Dienstag auf Facebook veröffentlicht wurde. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen.

Nach eigenen Angaben hat die ukrainische Armee zudem russische Truppen bei der südukrainischen Großstadt Krywyj Rih zurückgedrängt. „Die Besatzer befinden sich nicht näher als 40 Kilometer von der Stadt entfernt“, sagte der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Olexander Wilkul, in einer am Dienstag bei Facebook veröffentlichten Videobotschaft. Teils hätten sich russische Einheiten über die Grenze des Gebiets Dnipropetrowsk ins benachbarte Cherson zurückgezogen. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Selenskyj.

Die ukrainische Regierung kündigte unterdessen für Dienstag drei Fluchtkorridore an. Aus der belagerten Hafenstadt Mariupol im Gebiet Donezk soll es möglich sein, mit privaten Autos über Berdjansk nach Saporischschja zu fahren, sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk am Dienstag. Zudem seien 34 Busse von Saporischschja nach Berdjansk am Asowschen Meer unterwegs. Diese sollen Menschen aus Mariupol mitnehmen, die eigenständig in das knapp 70 Kilometer entfernte Berdjansk gelangt sind. Zwei weitere Korridore seien im Gebiet Saporischschja für die AKW-Stadt Enerhodar und die Großstadt Melitopol vereinbart worden.


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