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Prozess gegen Bankräuber, der Liebhaberin imponieren wollte

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Weil er seiner Liebhaberin imponieren wollte, in die er sich unsterblich verliebt hatte, wurde ein bisher unbescholtener 31-Jähriger zum Bankräuber. Die Staatsanwaltschaft Wien legt ihm zur Last, am 15. Oktober 2021 in einer Filiale der BKS-Bank in Wien-Landstraße mit gezückter Pistole 240.500 Euro erbeutet zu haben. Am Donnerstag wird ihm am Landesgericht für Strafsachen der Prozess gemacht. Laut seinem Verteidiger Nikolaus Rast wird er sich geständig verantworten.

Der Angeklagte - geschieden und beziehungstechnisch nicht gerade vom Glück verfolgt - hatte Ende 2020 eine neue Frau kennengelernt. Weil seine vorangegangene Beziehung an seinen finanziellen Schwierigkeiten zerbrochen war, versuchte er diesmal, der „Neuen“ den reichen Mann vorzuspielen. Weil dafür seine Eigenmittel nicht reichten und auch der Handel mit Kokain, auf den er sich eingelassen hatte, zu wenig Geld abwarf, suchte er nach einer geeigneten Bank-Filiale für einen Raub. Eine BKS-Zweigstelle im dritten Bezirk schien ihm geeignet. Laut Anklage bedrohte er eine Angestellte mit einer Schusswaffe, die er als vermeintlicher Kunde plötzlich aus einer Umhängetasche zog, indem er repetierte und „Entschuldigen Sie, ich muss das jetzt machen“ sagte. Dann verlangte er den Inhalt des Tresors. Nach dem Raub soll er mit seiner Liebhaberin in Edelboutiquen einkaufen gegangen sein und diese um 90.000 Euro bei Louis Vuitton und Chanel neu eingekleidet haben. Der Tatverdächtige konnte über Bilder aus der Überwachungskamera ausgeforscht werden. Nun drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

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