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Barcelona glänzt in Frauen-CL-Clasico vor Rekordkulisse

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Nach dem 0:4-Liga-Heimdebakel der Männer hat es auch für die Frauen von Real Madrid im „Clasico“ gegen den FC Barcelona eine herbe Schlappe gegeben. Die Katalaninnen behielten am Mittwochabend im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League mit 5:2 die Oberhand und zogen mit einem Gesamtscore von 8:3 souverän in die Vorschlussrunde ein. Das glückte vor einer Frauen-Fußball-Weltrekordkulisse von 91.553 Zuschauern im Camp Nou. Den Aufstieg schaffte auch Paris St. Germain.

Der bisherige Rekord in einem Frauenspiel war seit dem WM-Finale 1999 bei 90.185 Zuschauern gelegen. Damals waren Gastgeber USA und China in der Rose Bowl von Pasadena aufeinandergetroffen. Auf Clubebene war es die mit Abstand größte Zuschauerzahl aller Zeiten. Da waren zuvor 60.739 Anhänger beim spanischen Ligaspiel Atletico Madrid gegen Barcelona im Jahr 2019 das Maß aller Dinge gewesen. „Ich bin sprachlos. Ein Traum ist wahrgeworden. Es ist unglaublich Teil der Geschichte gewesen zu sein“, sagte Barcelona-Torschützin Alexia Putellas.

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Maria Leon (8.) sorgte für einen Start nach Maß der Gastgeberinnen. Nach Treffern von Olga Carmona (16./Elfmeter) und Claudia Zornoza (48.) durften die Madrileninnen zumindest kurz mit einer Überraschung spekulieren. Barcelona reagierte allerdings sofort und stellte die höhere Klasse mit vier Treffern innerhalb von 18 Minuten eindrucksvoll unter Beweis. Aitana Bonmati (52.), Claudia Pina (55.), Putellas (62.) und Caroline Graham Hansen (70.) trugen sich da in die Schützenliste ein.

Halbfinal-Gegner ist entweder Arsenal mit ÖFB-Teamtorfrau Manuela Zinsberger und Laura Wienroither oder der VfL Wolfsburg. Die Entscheidung fällt am Donnerstag in Deutschland, das Hinspiel endete mit einem 1:1. Im zweiten Donnerstagspiel treffen Juventus Turin und Olympique Lyon (Hinspiel: 2:1) aufeinander. Der Sieger bekommt es mit PSG zu tun. Den Französinnen reichte in einer packenden Partie gegen einen stark ersatzgeschwächten FC Bayern München im Prinzenpark-Stadion ein 2:2-Remis nach Verlängerung.

Zur „Matchwinnerin“ avancierte „Edeljoker“ Ramona Bachmann in der 112. Minute. Die Münchnerinnen hatten sich zuvor nach einem frühen Rückstand durch einen Treffer von Sandy Baltimore (17.) dank Toren von Sami Kumagai (19.) via Abstauber und der von Klara Bühl am Ellbogen angeschossenen Lea Schüller (55.) leistungsgerecht in die Verlängerung gerettet. Die ÖFB-Teamstützen Sarah Zadrazil und Carina Wenninger konnten keine Rolle spielen, sie fehlen wie fünf weitere Bayern-Spielerinnen wegen einer Coronavirus-Infektion. Samt verletzter und gesperrter Akteurinnen fehlten den Gästen elf potenzielle Stammspielerinnen. Umso beachtlicher war die Leistung. Am Sonntag wartet das nächste Highlight, steht doch der für den Meistertitel vielleicht vorentscheidende Ligaschlager bei Tabellenführer Wolfsburg an.

Einen österreichischen Beitrag gab es in Paris aber schon, agierte doch Sara Telek als Linienrichterin.


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