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Schallenberg reist mit „Slavkov“-Amtskollegen nach Moldau

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Knapp zwei Monate nach ihrem Besuch der ostukrainischen „Kontaktlinie“ reisen die Außenminister Österreichs, Tschechiens und der Slowakei wieder in die Nähe des Konfliktgebiets. Alexander Schallenberg (ÖVP), Jan Lipavský und Ivan Korčok besuchen am Freitag gemeinsam die Republik Moldau, die wie die Ukraine zum Teil russisch besetzt ist. Im Fokus steht die Flüchtlingssituation, hat doch kein anderes Land pro Kopf so viele ukrainische Vertriebene aufgenommen.

„Die gemeinsame Reise ist ein starkes Zeichen der Unterstützung für die Regierung Moldaus“, hieß es im Vorfeld aus dem Wiener Außenamt mit Blick auf die pro-europäische Ausrichtung der zwischen Rumänien und der Ukraine gelegenen Ex-Sowjetrepublik. In der moldauischen Hauptstadt Chisinau wollen die drei Minister nicht nur die gesamte Staatsspitze (Präsidentin Maia Sandu, Ministerpräsidentin Natalia Gavrilița und Außenminister Nicu Popescu) treffen, sondern auch das Flüchtlingszentrum MOLDEXPO besuchen und mit ukrainischen Familien sprechen.

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Nach UNO-Angaben sind bis Ende März fast 390.000 Personen aus der Ukraine in das westliche Nachbarland geflüchtet, knapp 100.000 blieben dort. Das entspricht rund vier Prozent der Bevölkerungsgröße des Landes. Österreich hat Moldau angeboten, bis zu 2.000 Flüchtlinge zu übernehmen. In drei Flügen wurden bereits 313 Menschen ausgeflogen, der nächste Flug mit etwa 110 Personen soll am Samstag starten, hieß es aus dem Außenministerium. Schallenberg wird in Chisinau auch Mitglieder des österreichischen Krisenunterstützungsteams (sechs Experten des Außenministeriums, des Einsatzkommandos Cobra und des Jagdkommandos) treffen, die seit knapp zwei Wochen in Moldau tätig sind.


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