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Wladimir Klitschko dankte Nehammer: Ukraine braucht mehr

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Der Bruder des Kiewer Bürgermeisters Witali Klitschko, Wladimir, ist am späten Donnerstagabend mit Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) in Berlin zusammengetroffen. Er dankte Nehammer und den Österreichern für die Unterstützung für sein Land. „Ich werde nicht scheu sein zu sagen: Wir brauchen mehr“, betonte Klitschko gegenüber Nehammer und vor Journalisten. „Bitte hören Sie nicht auf!“ Die Ukraine brauche humanitäre Unterstützung, finanzielle Hilfe sowie Waffenlieferungen.

Die Ukraine befinde sich im Krieg und die Wirtschaft funktioniere nicht, das Budget werde „nicht aufgefüllt“. Aber die größte Herausforderung sei der „Gegner“, derjenige, „der uns angegriffen hat und uns tötet in einem Genozid“, sagte der ehemalige Boxweltmeister, ohne Russland beim Namen zu nennen. Die Ukraine verteidige die Werte, „die unsere zwei Länder Österreich und Ukraine miteinander teilen“. Dieser „Krieg muss ganz schnell beendet werden“, forderte Klitschko.

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Auch Nehammer betonte, dass „der Krieg aufhören muss“. Österreich fordere seit längerem einen Waffenstillstand sowie humanitäre Korridore. „Gott sei Dank“ kommen die österreichischen Hilfslieferungen in der Ukraine an. Nehammer drückte dem ukrainischen Volk außerdem seinen „großen Respekt und seine Wertschätzung“ aus, weil es „so tapfer und wehrhaft“ sei, „um für unsere Werte und Freiheit zu kämpfen“.

Im Gespräch mit Journalisten ergänzte Nehammer am Freitag, dass es einen engen Kontakt mit Bürgermeister Klitschkos Büro gebe. Wenn es konkrete Wünsche gebe, versuche Österreich diese zu erfüllen. Bisher habe Österreich der Ukraine 10.000 Helme und 10.000 Schutzwesten zur Verfügung gestellt. Insgesamt seien 27 Hilfslieferungen durchgeführt worden. „Wir helfen natürlich auch, indem wir Flüchtlinge aufnehmen.“

Klitschko war am Donnerstag mit dem deutschen Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und anderen deutschen Regierungsvertretern zusammengekommen. Im ZDF-Interview berichtete er nach den Gesprächen von viel Verständnis und Empathie. Aber die Ukraine brauche mehr. Deutschland unterstützt die Ukraine auch mit Waffen, etwa mit Panzerabwehrwaffen, Luftabwehrraketen und Maschinengewehren. Gemeinsam mit Österreich tritt Deutschland gegen ein Energieembargo gegen Russland ein. „Wir brauchen eine wirtschaftliche Isolation Russlands, weil jeder Cent, der für Gas bezahlt wurde, wird auch für Waffen verwendet, die heute unsere Kinder, unsere Frauen, unsere Männer, unsere Zivilisten killen“, sagte Klitschko dem ZDF.


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