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Hurkacz stoppt in Miami Medwedew und trifft nun auf Alcaraz

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Hubert Hurkacz hat rechtzeitig zu seiner Titelverteidigung beim Masters-1000-Turnier in Miami wieder zur Höchstform gefunden. Der Weltranglisten-Zehnte aus Polen stoppte am Donnerstag (Ortszeit) den Russen Daniil Medwedew auf dessen Weg zurück auf die Position eins im ATP-Ranking mit einem 7:6(7),6:3-Erfolg im Viertelfinale.

Der Russe, der sich mit den heißen Bedingungen zeitweise schwergetan hat, holte im ersten Satz einen 2:5-Rückstand auf und wehrte dabei zwei Satzbälle ab. Doch die insgesamt fünfte Chance ließ sich Hurkacz bei 8:7 im Tiebreak dann nicht mehr nehmen. Im zweiten Durchgang setzte sich Hurkacz im langen fünften Game bei Aufschlag Medwedew durch, konnte da aber auch erst den sechsten Breakball nutzen. Das war aber die Entscheidung, Hurkacz nahm zum 6:3 mit dem ersten Matchball nach 2:04 Stunden dem US-Open-Sieger erneut das Service ab.

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Medwedew machte danach das schwüle Wetter ein bisschen mitverantwortlich für die Niederlage. „Ich habe mich das ganze Match über nicht besonders gefühlt“, erklärte der Russe. „Nach langen Ballwechseln hat sich mein Atem nicht schnell genug erholt.“ Medwedew hätte diesen einen Sieg noch gebraucht, um den derzeit wegen seiner nicht erfolgten Corona-Impfung pausierenden Novak Djokovic wieder zu überholen. Erst vor wenigen Wochen hatte Medwedew den Serben an der Spitze der Weltrangliste abgelöst. Durch das frühe Aus zuletzt beim Turnier in Indian Wells verlor der Russe die Top-Position aber sofort wieder - und verpasste nun auch die Chance zur Rückkehr.

Hurkacz trifft nun auf den immer stärker werdenden spanischen Jungstar Carlos Alcaraz. Dieser setzte sich in einem Kampf unter Flutlicht gegen Miomir Kecmanovic mit 6:7(5),6:3,7:6(5) durch. Alcaraz schlug nicht weniger als 52 Winner, inklusive einiger erstaunliche Stopps sowie krachenden Vorhandschlägen. Er hält nun bei 16:2-Siegen in dieser Saison.

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Bei den Frauen erreichten die Japanerin Naomi Osaka und Hurkacz‘ Landsfrau Iga Swiatek schon das Finale des 1000er-Turniers am gleichen Schauplatz. Damit treffen am Samstag (19.00 Uhr MESZ) eine ehemalige Nummer eins der Weltrangliste und die neue Nummer eins der Weltrangliste aufeinander. Osaka besiegte Olympiasiegerin Belinda Bencic aus der Schweiz 4:6,6:3,6:4. Swiatek gewann gegen die US-Amerikanerin Jessica Pegula 6:2,7:5. Für Osaka ist es das erste Finale auf der WTA-Tour seit ihrem Sieg bei den Australian Open vor mehr als einem Jahr. Swiatek übernimmt nach dem Rücktritt von Ashleigh Barty aus Australien am Montag die Führung in der Weltrangliste.

Für Osaka geht es damit im WTA-Ranking wieder steil nach oben. Nach dem frühen Aus bei den Australian Open als Titelverteidigerin schon in Runde drei war sie auf Platz 85 durchgereicht worden, vor Miami stand sie auf Platz 77. Schon vor dem Endspiel steht fest, dass die Asiatin zumindest Platz 36, bei einem Titel Position 30 einnehmen wird.

Swiatek wird also nach ihrem schon 16. Sieg in Folge neue Nummer 1 der Welt und ein 17. Erfolg en suite würde ihr das sogenannte „Sunshine Double“ einbringen: Turniersieg in Indian Wells und Miami in Folge. Das ist zuvor nur Steffi Graf (1994, 1996), Kim Clijsters (2005) und Viktoria Asarenka (2016) gelungen. Zuvor hatte sie auch schon das 1000er-Kategorie-Event in Doha in diesem Jahr für sich entschieden.

Die 21-jährige Polin hat bisher erst einmal gegen Osaka gespielt, als sie 2019 in Toronto in zwei Sätzen verloren hat. „Auch wenn ich dieses Match damals verloren habe, hat es mich sehr inspiriert, härter zu arbeiten, weil sie damals die Nummer eins war“, erinnerte sich Swiatek. Jetzt fühle sie sich auf einem anderen Level.

Das zeigte auch die zuletzt so weit zurückgefallene Osaka. Die vierfache Grand-Slam-Siegerin donnerte Olympiasiegerin Bencic im Halbfinale nicht weniger als 18 Asse um die Ohren. Für Osaka ist es das erste Endspiel seit jenen Australian Open 2021.


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