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Wahl in Ungarn: Erneuter Triumph für Regierungspartei Fidesz

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Bei den Parlamentswahlen in Ungarn hat sich am Sonntagabend ein Wahltriumph für die rechtsnationale Regierungspartei Fidesz mit erneuter Zwei-Drittel-Mehrheit abgezeichnet. Nach Auszählung von 75 Prozent der Stimmen dürfte die Partei von Premier Viktor Orbán 135 Plätze im 199-köpfigen Parlament erhalten. Die oppositionelle Sechs-Parteien-Allianz „Egységben Magyarországért“ (In Einheit für Ungarn) erhielt demnach 57 Sitze.

„Es ist ein riesiger Sieg, so riesig, dass man ihn sogar vom Mond sehen kann, aber aus Brüssel auf jeden Fall“, sagte Orbán in seiner Siegesrede in Budapest vor Fidesz-Anhängern. „Wir haben die Unabhängigkeit und Freiheit Ungarns und seinen Frieden und seine Sicherheit beschützt“, betonte der Regierungschef.

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Überraschenderweise konnte die rechtsextreme Bewegung „Mi Hazánk“ (Unsere Heimat) die Fünf-Prozent-Hürde überspringen und dürfte mit sieben Mandaten ins Parlament einziehen.

Zuvor war ein Wahlsieg von Fidesz ohne erneute Zwei-Drittel-Mehrheit erwartet worden. Das ging sowohl aus einer knapp vor der Wahl durchgeführten Umfrage des Institutes Medián hervor, als auch aus den Einschätzungen des Wahlforschers Ágoston Sámuel Mráz vom regierungsnahen Institut Nézöpont gegenüber dem Nachrichtenportal „Telex“ am Wahltag. Die Medián-Umfrage hatte 121 Parlamentssitze für Fidesz und 77 für das Oppositionsbündnis prognostiziert.

Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlbehörde um 18.30 Uhr bei 67,8 Prozent und damit knapp hinter den Werten von vor vier Jahren. Insgesamt dürfte es die dritthöchste Beteiligung seit 1990 werden, nach 2002 (70,53 Prozent) und 2018 (70,22 Prozent).


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