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Russischer Ultranationalist Schirinowski gestorben

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Der prominente russische Politiker und Rechtspopulist Wladimir Schirinowski ist tot. Der Fraktionschef der ultranationalistischen Liberaldemokratischen Partei Russlands (LDPR) sei nach langer schwerer Krankheit gestorben, teilte Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin am Mittwoch in Moskau mit. Schirinowski war 75 Jahre alt. Der als rechter Scharfmacher bekannte Politiker hatte seit Wochen im Krankenhaus gelegen. Er galt als einer der schillerndsten Politiker in Russland.

Auch wegen seiner undiplomatischen Reden, die er oft schreiend mit hochrotem Kopf vortrug. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen sein Beileid aus. „Wladimir Schirinowski war ein erfahrener Politiker, ein energischer, offener Mensch, ein strahlender Redner und Polemiker“, schrieb Putin in einem vom Kreml veröffentlichten Telegramm. Als Gründer der LDPR habe er „vor jedem Publikum in den schärfsten Diskussionen stets eine patriotische Haltung und die Interessen Russlands vertreten“.

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Schirinowski war seit 1991 in der russischen Politik und trat sechsmal bei den Präsidentenwahlen an, zuletzt 2018, als er mit 5,65 Prozent den dritten Platz belegte. Anfang der 1990er Jahre war seine Partei die stärkste Kraft in der russischen Staatsduma, dem Parlament, das sich damals als Gegengewicht zum russischen Präsidenten profilierte. In der Folgezeit verlor aber nicht nur die Duma an Gewicht, sondern auch die LDPR.

In Russland hatte es am 25. März bereits großes Aufsehen gegeben, weil der Tod des Politikers versehentlich gemeldet worden war. Parlamentschef Wolodin hatte die Meldung damals noch dementiert. Nun bestätigte Wolodin die Todesmeldung in seinem Telegram-Kanal. Die Leitung der LDPR-Fraktion übernahm der prominente Außenpolitiker Leonid Sluzki. Schirinowski soll an diesem Freitag auf dem Moskauer Prominentenfriedhof Trojekurowo beerdigt werden.

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