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Flüchtlingszahlen aus der Ukraine gingen zuletzt nach unten

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Die Zahl der Flüchtlinge ist in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. Waren vor zwei Wochen noch 3.200 Personen am Tag registriert worden, waren es zuletzt nur noch 1.200. Dementsprechend sind auch in den Notquartieren genug Plätze frei. Allerdings geht man in Regierungskreisen nicht davon aus, dass der Rückgang ein dauerhafter ist.

Vielmehr betont man, dass Flüchtlingsbewegungen immer in Wellen verliefen. Wenn eine Zeit lang weniger Personen ankämen, sei das vor allem die Gelegenheit, sich auf einen nächsten Anstieg vorzubereiten. Wenn einige Tage weniger Ankünfte vorlägen, lasse sich daraus kein Trend ableiten.

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Ohnehin ist es nicht so, dass es für die Unterbringung nicht auch jetzt Anstrengungen braucht. So gibt es etwa im besonders betroffenen Wien täglich rund 300 Wohnsitz-Anmeldungen von Personen aus der Ukraine, heißt es auf APA-Anfrage aus dem Büro von Stadtrat Peter Hacker (SPÖ). In die Grundversorgung wurden seit Kriegsbeginn 7.700 Personen zusätzlich in der Bundeshauptstadt aufgenommen. 93 Prozent davon sind in Privatquartieren untergekommen. Bundesweit wurden der Bundesbetreuungsagentur mehr als 47.000 Plätze von Privaten angeboten.

Der aktuelle Rückgang der Zahlen zeigt sich auch in den Notunterkünften für die gerade Angekommenen. Von den 3.600 Plätzen, die in Wien dafür bereit stehen, ist derzeit nur ein Drittel besetzt. Diese Schlafmöglichkeiten stehen auch jenen zur Verfügung, die weiterreisen wollen. In dem für sie etablierten Ankunftszentrum waren in Wien vor zwei Wochen noch 1.200 Personen untergebracht, jetzt sind es 700 bis 800.

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Auch die ÖBB melden weniger Flüchtlinge in ihren Zügen nach Österreich. Mitte März kamen noch 5.000 Personen pro Tag via Bahn, dies hat sich zuletzt auf 1.000 bis 2.000 reduziert.

Insgesamt haben seit Kriegsbeginn bis gestern Abend etwa eine Viertel Million Menschen aus der Ukraine die Grenze nach Österreich überschritten. 51.000 davon wurden mittlerweile registriert. Dies erfolgt derzeit an 55 Stellen mit etwa 225 Geräten. Alleine am Wochenende kamen 95 dazu. Wer registriert wird, erhält dann eine „blaue Karte“, mit der auch der Zugang zur Arbeitsmarkt offen ist.

Voran kommt man mittlerweile mit der Produktion dieser Dokumente. Laut Innenministerium wurden rund 21.000 Ausweise in den Versand gebracht. Zum Kuvertieren werden Polizeischüler eingesetzt, um den Versand zu beschleunigen. Im Schnitt werden so mehr als 4.000 Ausweise am Tag verpackt. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) würdigte dabei ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Österreichischen Staatsdruckerei.


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