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Schönborn segnete zehn Krankenwagen für die Ukraine

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Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn hat am Samstagvormittag am Familienplatz in Wien-Ottakring zehn Krankenwagen gesegnet, die in den kommenden Tagen in die Ukraine überstellt werden, wo sie zum Transport von Kranken, Verwundeten und schutzbedürftigen Zivilpersonen eingesetzt werden. Die Stadt Wien rüstet die Krankenwagen zudem mit Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern aus. Das teilte die Erzdiözese Wien am Samstag in einer Aussendung mit.

Die Krankenwagen stammen von der Organisation „Grünes Kreuz“ und konnten zu einem sehr günstigen Preis von den katholischen ukrainischen Gemeinden in Österreich erworben werden. Kardinal Schönborn sprach von einem „bewegenden Moment der Hilfsbereitschaft“. Er dankte allen Spendern wie auch der Stadt Wien. „Ich habe den Bürgermeister angerufen, und er hat sofort erklärt: Da machen wir mit.“ Was in der Ukraine geschehe, sei unfassbar und nicht zu rechtfertigen. „Aber es gibt nur einen Weg: Frieden. Nicht die werden Sieger sein, die das Land erobern oder zerstören wollen, sondern die, die Frieden schaffen.“

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Auch Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) nahm an der Segensfeier bei der Pfarrkirche Neuottakring teil. Er sprach vom „Schmerz, dass im 21. Jahrhundert immer noch Menschen aufeinander schießen und auf Schulen, Spitäler und Kindergärten Bomben werfen“. Die Stadt Wien habe bereits vielen Tausenden Flüchtlingen aus der Ukraine Schutz gegeben - 40 Prozent von ihnen sind Kinder oder Jugendliche. „Und auch wenn es mehr werden: Sie werden unsere Unterstützung bekommen. Wir geben allen Flüchtlingen Schutz, Ordnung und Sicherheit.“ Und auch die Hilfen für die Menschen in der Ukraine würden von Wien „unermüdlich weiter unterstützt.“

Zu Beginn feierte der Generalvikar der von Kardinal Schönborn geleiteten katholischen Ostkirchen in Österreich, Yuryi Kolasa, mit Schönborn, weiteren Priestern und zahlreichen Menschen aus der Ukraine das feierliche byzantinische Totengedenken („Panachyda“) für die Opfer des Krieges. „Die stärkste Antwort auf die Gottlosigkeit des Krieges ist die Liebe“, mahnte Kolasa. Gerade jetzt sei es „für alle von entscheidender Wichtigkeit, an der erlösenden Kraft Gottes teilzuhaben und die Liebe zu Gott und zum Nächsten zu verwirklichen“. Die Krankenwagenaktion sei ein Beispiel dafür. Kolasa, der selbst aus Lemberg in der Ukraine kommt, dankte der ganzen Bevölkerung Österreichs „aufs Tiefste für die zahlreichen und beeindruckenden Zeichen der Verbundenheit, des Mitgefühls und der Solidarität. Die Welle der Solidarität, die in ganz Österreich spontan entstanden ist, berührt unsere Herzen und stärkt in uns die Hoffnung, dass wir nicht alleine sind.“

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Im Rahmen der Feier kam es auch zur Begegnung und zum Gespräch mit zahlreichen ukrainischen Flüchtlingsfamilien - darunter auch solche aus Butscha, Mariupol, Charkiw und Kiew -, denen Kardinal Schönborn und Stadtrat Hacker Ostersackerln und Osterbrot als Willkommenszeichen überreichten.


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