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Seidls „Rimini“ bei Diagonale zum besten Spielfilm gekürt

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„Rimini“ von Regisseur Ulrich Seidl ist am Sonntag bei der Grazer Diagonale als bester Spielfilm ausgezeichnet worden. Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an Sabine Derflingers „Alice Schwarzer“. Die beiden Hauptpreise sind mit je 19.000 Euro dotiert. Die Schauspielpreise für den besten Auftritt einer österreichischen Schauspielerin und eines Schauspielers in einem Wettbewerbsfilm bekamen Julia Windischbauer für „Para:dies“ und Georg Friedrich für „Große Freiheit“.

Für „Rimini“ erschuf der Wiener Filmemacher Seidl die Figur des abgehalfterten Schlagersängers Richie Bravo, als der Michael Thomas brilliert. Gleichsam als Prolog und Verbindung zur Spiegelexistenz des Vaters im österreichischen Pflegeheim, steht am Beginn von „Rimini“ die Beerdigung der Mutter in der burgenländischen Einöde von Parndorf im Winter. In „Alice Schwarzer“ dienen Gespräche mit der heute 79-jährigen Schwarzer als roter Faden für die Collage aus Rückschauen, Fernsehausschnitten und Reflexionen über die Person Alice Schwarzer durch Mitstreiterinnen wie die Philosophin Elisabeth Badinter oder ihre Ehefrau Bettina Flitner.

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Zum besten innovativen Film, Experimental- oder Animationsfilm wurde „CEREAL / Soy Claudia, soy Esther y soy Teresa. Soy Ingrid, soy Fabiola y soy Valeria“ von Anna Spanlang gekürt. Dafür gibt es 8.500 Euro. Den Diagonale-Preis für den besten Kurzspielfilm erhielt Valentin Stejskal für „5pm Seaside“ (8.500 Euro). Als bester Kurzdokumentarfilm wurde „Augusts Orte“ von Valérie Pelet ausgezeichnet (6.000 Euro). Bester Nachwuchsfilm (5.500 Euro) wurde „Alles ist hin“ von Jan Prazak.

3.000 Euro gab es für die beste künstlerische Montage Spielfilm für Joana Scrinzi („Große Freiheit“), im Segment Dokumentarfilm gewann Dieter Pichler („Für die Vielen“). Die beste Bildgestaltung Spielfilm gewann Crystel Fournier („Große Freiheit“), im Bereich Dokumentarfilm wurden Judith Benedikt, Thomas Fürhapter und Klemens Koscher („Zusammenleben“) ausgezeichnet. Ebenfalls mit 3.000 Euro dotiert sind die Preise für das beste Sounddesign, das für Spielfilm Manuel Grandpierre („Luzifer“) erhielt, für Dokumentarfilm Andreas Hamza („Für die Vielen“).

Die Auszeichnung für das beste Szenenbild (3.000 Euro) erhielten Oleg Prodeus, Andreas Sobotka und Martin Reiter für „Hinterland“. Für das beste Kostümbild wurde Tanja Hausner („Rimini“) ausgezeichnet. Der Preis für außergewöhnliche Produktionsleistungen wurde geteilt und ging ex aequo an FreibeuterFilm für „Hinterland“ und „Große Freiheit“ sowie an WILDart FILM für „WOOD - Der geraubte Wald“.

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