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Explosion auf Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte

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Das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte ist nach einer Explosion schwer beschädigt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte laut Interfax, ein Feuer auf dem Raketenkreuzer „Moskwa“ habe die Explosion von Munition an Bord verursacht. Maxym Martschenko, der Gouverneur der ukrainischen Region um den Schwarzmeerhafen Odessa, behauptete dagegen, das Schiff sei von zwei ukrainischen Marschflugkörpern getroffen worden. Die Besatzung wurde laut Moskau gerettet.

Die Kämpfe zwischen den am 24. Februar in die Ukraine einmarschierten russischen Truppen und der ukrainischen Armee konzentrieren sich unterdessen immer mehr auf den Osten des Landes. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass sich immer mehr russische Militär-Konvois auf den Weg in den Südosten der Ukraine machten. Raketen-, Bomben- und Artillerieangriffe würden von den Angreifern weiter fortgesetzt, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

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Ukrainische Streitkräfte wehrten eigenen Angaben zufolge acht russische Angriffe in den östlichen Regionen Donezk und Luhansk ab. Das russische Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch erklärt, dass sich in der belagerten Stadt Mariupol 1.026 ukrainische Soldaten ergeben hätten. Heute sollen nach Angaben der stellvertretenden ukrainischen Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk neun Fluchtkorridore zur Evakuierung von Städten im Osten des Landes geöffnet werden. Eine der Routen soll demnach aus Mariupol führen. Weitere seien unter anderem für die Städte Berdjansk, Tokmak und Enerhodar vorgesehen. Die Korridore sollen öffnen, sofern die russischen Truppen ihren Beschuss einstellen, erklärt Wereschtschuk.

In europäischen Sicherheitskreisen hieß es nach Reuters-Informationen, der russische Abzug aus dem Nordwesten der Ukraine sei mittlerweile vollständig abgeschlossen. Die Ukraine kontrolliere dort wieder die Grenze zum Nachbarn Belarus. Die in Belarus stationierten russischen Verbände seien zum größten Teil nach Osten verlagert worden, um die ukrainische Donbass-Region anzugreifen. Dort kontrollieren prorussische Separatisten bereits seit 2014 die Gebiete um die Städte Luhansk und Donezk. Die russische Regierung hatte es als Ziel der Angriffe genannt, die gesamte rohstoffreiche Donbass-Region zu erobern.

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Unterdessen kündigten westliche Länder weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an. Die USA wollen als Teil ihrer neuen Militärhilfe im Umfang von 800 Millionen Dollar erstmals auch Haubitzen an die Ukraine liefern. Damit beläuft sich die bisherige Militärhilfe der USA auf mehr als 2,4 Milliarden Dollar. Die US-Regierung listete die geplanten Lieferungen an Militärmaterial detailliert auf.


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