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Filmfestival Cannes mit Cronenberg, Östlund und Denis

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Die 75. Filmfestspiele Cannes bringen ein Wiedersehen mit Regiegrößen wie David Cronenberg, Claire Denis, Ruben Östlund oder den Dardenne-Brüdern. Sie alle sind mit ihren neuen Filmen im Wettbewerb um die Goldene Palme vertreten, wie aus der Programmpräsentation am Donnerstag hervorging. Aus österreichischer Sicht darf man sich über die Einladung von Marie Kreutzers „Corsage“ in die Reihe „Un Certain Regard“ freuen. Die Filmfestspiele Cannes finden von 17. bis 28. Mai statt.

18 Produktionen umfasst die heute veröffentlichte Liste jener Filme, die um die begehrte Goldene Palme rittern werden. David Cronenberg wirft sich etwa mit „Crimes of the Future“ ins Rennen, einem Science-Fiction-Drama, in dem die Menschheit mit ihrer Evolution zu kämpfen hat. Einen romantischen Thriller nach dem gleichnamigen Roman von US-Autor Denis Johnson liefert Claire Denis mit „Stars at Noon“, während sich der russische Regisseur Kirill Serebrennikow in „Zhena Chaikovskogo“ der Beziehung von Tschaikowsky zu seiner Frau widmet.

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Weitere Wettbewerbsbeiträge kommen von Ruben Östlund, der 2017 mit „The Square“ bereits einmal die Goldene Palme zugesprochen bekam und heuer „Triangle of Sadness“ vorstellt, oder Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne, die in „Tori and Lokita“ das Schicksal von zwei Flüchtlingskindern nachzeichnen. Ehemalige Palmen-Gewinner sind auch der rumänische Filmemacher Cristian Mungiu („RMN“) oder Kore-eda Hirokazu, dessen „Broker“ sich mit der anonymen Abgabe von Neugeborenen auseinandersetzt.

In der Schiene „Un Certain Regard“ wurden 15 Beiträge vorgestellt, acht davon von Regisseurinnen, wie Festivalchef Thierry Fremaux betonte. Kreutzer rückt in „Corsage“ die gealterte Habsburg-Monarchin Elisabeth in den Mittelpunkt. Dargestellt wird diese von Vicky Krieps, während Florian Teichtmeister in die Rolle von Kaiser Franz Joseph schlüpft. Neben Kreutzer sind hier auch Arbeiten wie „Sick of Myself“ des Norwegers Kristoffer Borgli oder das Regiedebüt von Schauspielerin Riley Keough vertreten. Sie drehte gemeinsam mit Gina Gammell das drei Schicksale verwebende Drama „Beast“.

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Mehr als 2.200 Filme hat das Team um Fremaux für die diesjährige Festivalausgabe gesichtet, zu den heute präsentierten 47 Filmen sollen sich in den kommenden Wochen noch weitere gesellen. Die Eröffnung bestreitet Michel Hazanavicius mit seinem außer Konkurrenz laufenden „Z (Comme Z)“, einer Horrorkomödie über einen Zombieangriff auf eine Filmcrew. Und natürlich ist auch Hollywood an der Côte d‘Azur vertreten, wenn etwa Tom Cruise seine oft verschobene „Top Gun“-Fortsetzung „Maverick“ vom Stapel lässt oder Regisseur Baz Luhrmann mit seinem „Elvis“-Biopic vorbeischaut.

Eine im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Angelegenheit dürfte „Three Thousand Years of Longing“ von „Mad Max“-Regisseur George Miller werden, in dem ein Dschinn drei Wünsche im Austausch für seine Freiheit gewährt - mit verheerenden Konsequenzen. Als Mitternachtsvorstellungen sind weiters „Fumer Fait Tousser“ von Quentin Duplex oder „Moonage Daydream“ von Brett Morgen über Popikone David Bowie angesetzt, während der französische Regisseur Olivier Assayas seine neue Serie „Irma Vep“ vorstellen wird.

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