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Papst verzichtet vorerst auf Treffen mit Russlands Patriarch

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Papst Franziskus verzichtet vorerst auf ein Treffen mit dem russischen Patriarchen Kyrill. Die Beziehungen zum Patriarchen von Moskau seien „sehr gut“, aber der Vatikan habe ein zweites Treffen mit Patriarch Kyrill in Jerusalem absagen müssen, sagte er in einem Interview mit der argentinischen Tageszeitung „La Nación“. „Unsere Diplomatie hat begriffen, dass ein Treffen zwischen uns beiden zu diesem Zeitpunkt viel Verwirrung stiften könnte“, so der Papst im Interview.

Zuvor war von einer Begegnung der beiden im Juni in Jerusalem die Rede gewesen. Dorthin wäre der Papst im Zuge seines Libanon-Besuchs über Jordanien weitergereist. Es wäre das zweite Treffen zwischen Franziskus und Kyrill gewesen nach einer historischen ersten Begegnung 2016 in Kuba.

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Franziskus betonte, dass er immer den interreligiösen Dialog gefördert habe. „Als ich Erzbischof von Buenos Aires war, habe ich Christen, Juden und Muslime in einem fruchtbaren Dialog zusammengebracht. Dies war eine der Initiativen, auf die ich besonders stolz bin. Es ist dieselbe Politik, die ich im Vatikan verfolge.“

Zu den Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Konflikt betonte der Papst, dass diese stets im Gange seien. „Der Vatikan ruht nie. Ich kann Ihnen keine Einzelheiten nennen, aber die Friedensbemühungen werden nie aufhören“, versicherte Franziskus.

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Zu seinem Besuch in der russischen Botschaft beim Heiligen Stuhl nach Russlands Einmarsch in der Ukraine erklärte Franziskus: „Ich bin allein gegangen. Ich wollte nicht, dass mich jemand begleitet. Das war meine persönliche Verantwortung. Es war eine Entscheidung, die ich in einer Nacht getroffen habe, als ich über die Ukraine nachdachte“, so der Papst.

„Ich würde gerne etwas tun, damit es in der Ukraine keinen einzigen weiteren Toten mehr gibt. Und ich bin bereit, alles dafür zu tun. Jeder Krieg ist anachronistisch in dieser Welt und in diesem Stadium der Zivilisation“, bemerkte Franziskus. „Deshalb habe ich auch öffentlich die ukrainische Flagge geküsst. Es war eine Geste der Solidarität mit ihren Toten, mit ihren Familien und mit denjenigen, die unter der Emigration leiden“, so der Papst.


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