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Dornbirn steigt nach zehn Jahren aus ICE-Liga aus

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Die Dornbirn Bulldogs ziehen sich nach zehn Jahren aus der höchsten Eishockey-Liga zurück. Das gab der Club am Freitag bekannt. Das ökonomische Umfeld und die zu erwartenden Rahmenbedingungen würden eine langfristig solide Planung nahezu unmöglich machen. „Aktuell geht es unserem Verein gut. Darum setzen wir lieber heute diesen Schritt als zu spät mit Schulden“, sagte Manager Alexander Kutzer.

Die Allianz mit der VEU Feldkirch für die ICE-Liga ist wenige Tage nach der Ankündigung gescheitert. Die Liga hatte in der vergangenen Woche eine gemeinsame Nennung der beiden Clubs unter dem Projekttitel „Team Vorarlberg“ erhalten. Laut Lokalmedien war das angekündigte Kräftebündeln allerdings „kaum mehr als ein Etikettenschwindel“, wie die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ feststellte. Demnach wurde die Nennung mit Stichtag Karfreitag sogar nur von Feldkirch unterschrieben, was sogleich Skepsis im Ligaumfeld ausgelöst hätte.

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Die VEU will seit längerem in die Liga, hatte im Vorjahr aber die Mehrheit für die ICE-Aufnahme verpasst. Ein Ligasprecher bezeichnete die zuletzt eingegangene Nennung gegenüber der APA als „getragen von Feldkirch, mit Unterstützung von Dornbirn“. Durch den Rückzug Dornbirns hätten sich die Parameter aber verändert.

Der Teilnehmer, wie auch immer er letztlich heißen würde, werde wohl „als neues Ligateam angesehen“ - was wiederum eine Abstimmung bei der Generalversammlung der Clubs über die Liga-Aufnahme und eine zu entrichtende Aufnahmegebühr zur Folge hätte. Ein Termin für die wichtige Sitzung stehe noch nicht fest.

Die Bulldogs, deren Oberhaus-Abstecher sportlich überschaubar erfolgreich war, wollen sich nun „auf die Kernkompetenzen“, genannt wurden die Nachwuchsförderung und die Akademie, konzentrieren. Für die Kampfmannschaft liebäugelt man mit einer Teilnahme an der Alps Hockey League. In der zweiten Liga war der Club vor dem Aufstieg jahrelang vertreten.

Kutzer ließ auch die Tür Richtung Erstklassigkeit offen. „Wir gehen jetzt vielleicht einen Schritt zurück, behalten aber die erste Liga stets im Hinterkopf.“ Vom Grundgedanken eines gemeinsamen Ländle-Teams will der langjährige Dornbirn-Manager weiterhin überzeugt sein. „Wenn ein Team Vorarlberg auf breiter Basis umfänglich umgesetzt werden kann, wäre Spitzeneishockey in Vorarlberg längerfristig und auf höherem Niveau möglich.“


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