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Tote und Verletzte bei Angriff auf Odessa

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Bei einem Raketenangriff auf die Schwarzmeerstadt Odessa im Süden der Ukraine hat es am Samstag sechs Tote und 18 Verletzte gegeben. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf das ukrainische Präsidentenamt. Vorerst seien sechs Tote bekannt, hieß es, „darunter ein Kind.“ 18 Menschen seien verletzt worden. „Zwei Personen wurden aus den Trümmern gerettet.“

„Insgesamt wurden 86 Personen evakuiert. 96 Rettungskräfte des staatlichen ukrainischen Rettungsdienstes und 18 Ausrüstungseinheiten sind vor Ort im Einsatz. Die Rettungsarbeiten sind im Gange“, wurde weiter berichtet.

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Russland bestätigte am Samstagabend Raketenangriffe auf Ziele in Odessa. Dabei sei am Samstag ein Logistikterminal auf einem Militärflugplatz getroffen worden, in dem eine „große Lieferung“ Waffen aus den USA und aus europäischen Staaten gelagert hätten, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Die russischen Streitkräfte hätten zudem bei Angriffen in der Ukraine unter anderem Depots mit Raketen- und Artilleriewaffen, Munition und Treibstoff sowie bis zu 200 Kämpfer getötet, teilte Konaschenkow mit. Die Angaben können zunächst nicht unabhängig geprüft werden.

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Im ostukrainischen Gebiet Luhansk wurden in der Siedlung Solote zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt, wie Gouverneur Serhij Hajdaj per Nachrichtendienst Telegram mitteilte. Die umkämpften Städte Popasna, Rubischne und Sjewjerodonezk wurden mit Artillerie beschossen und aus der Luft bombardiert.

Ständig würden Leitungen beschädigt, wodurch die Versorgung der verbliebenen Bevölkerung vor allem mit Wasser fraglich sei. Aus den genannten Städten konnten mehr als 110 Menschen evakuiert werden, so die Angaben.

Im benachbarten Gebiet Donezk wurden der Gebietsverwaltung zufolge am Freitag drei Menschen getötet und sieben verletzt. Im Charkiwer Gebiet informierte Gouverneur Oleh Synjehubow über zwei Tote und 19 Verletzte infolge von 56 Angriffen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Den Behörden zufolge wurden im südukrainischen Gebiet Mykolajiw acht Menschen durch Beschuss verletzt.

Aufgrund der angespannten Situation ist für die orthodoxe Osternacht auf Sonntag die Ausgangssperre in sechs Gebieten verschärft worden. Zwischen 19.00 und 5.00 Uhr Ortszeit (18.00 bis 4.00 Uhr MESZ) ist ein Ausgang in den Gebieten Donezk, Luhansk, Mykolajiw, Saporischschja, Cherson und Charkiw verboten. In den übrigen Gebieten gilt das Verbot von 23.00 bis 5.00 Uhr Ortszeit. Zwei zentrale Gottesdienste werden im Fernsehen übertragen.


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