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Regen nützte Wasserstand im Neusiedler See nicht

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Der Regen der vergangenen Tage hat beim Wasserstand im Neusiedler See keine Veränderungen bewirkt. Dieser befand sich am Montag mit 115,23 Meter über Adria weiter auf einem historischen Tiefstwert. Gebracht hat das nasse Wetter vor allem deshalb nichts, weil es in der Region rund um den See nicht stark geregnet habe, sagte Karl Maracek, Leiter des Referats Hydrographie im Land Burgenland, im Gespräch mit der APA. Auch Langzeitprognosen stimmen nicht optimistisch.

Der Wasserstand sei „extrem niedrig“, betonte Maracek. Im Vorjahr war er um diese Zeit 24 Zentimeter höher. Seit 1965 war Ende April nie weniger Wasser im Neusiedler See als momentan. Zum langjährigen Mittel fehlen dem See derzeit 36 Zentimeter und auch der bisher niedrigste Wert aus dem Jahr 1991 lag immerhin zehn Zentimeter höher. Am höchsten war der Wasserstand Ende April 1996. Damals war er 70 Zentimeter höher als heute. Dass man vor dem Hintergrund dieser Zahlen nicht von einem „Normalbetrieb“ im Sommer ausgehen könne, liege auf der Hand, meinte Maracek.

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Es bestehe die Hoffnung, dass der künftig angesagte Regen, etwa am Dienstag, intensiver ausfalle als jener der vergangenen Tage, „sodass doch einige wenige Zentimeter dazukommen“, so der Referatsleiter. Wie es für den See in den kommenden Wochen weitergehe, sei in Hinblick auf das Wetter schwer abzuschätzen. Langfristige Prognosen „schauen nicht sehr günstig aus“, betonte Maracek.


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