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Anschlag auf Ministerium in Transnistrien

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In der von pro-russischen Separatisten kontrollierten Region Transnistrien in der Republik Moldau ist nach offiziellen Angaben ein Anschlag auf Räumlichkeiten des Ministeriums für Staatssicherheit verübt worden. Bei dem Vorfall am Montagabend sei niemand verletzt worden, teilte die Polizei der von Moskau unterstützten Separatisten-Region mit. Die Angreifer nutzten demnach laut ersten Erkenntnissen einen tragbaren Granatenwerfer, wie er zur Panzerabwehr eingesetzt wird.

Der Fernsehsender Perwy Pridnestrowsky berichtete unter Berufung auf Zeugen von mehreren Explosionen. Demnach waren Entminungsexperten, Feuerwehrleute und Sanitäter vor Ort im Einsatz. Zu dem Vorfall äußerten sich zunächst weder die transnistrische Führung noch die Regierung von Moldau in Chisinau.

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Das international nicht anerkannte Transnistrien liegt an der Grenze zur Ukraine. Die russische Armee verfügt in der Region über einen Militärstützpunkt und ein großes Munitionslager.

Der Krieg in der benachbarten Ukraine sorgt in Moldau für Unruhe. In der vergangenen Woche hatte der ranghohe russische General Rustam Minnekajew gesagt, Aufgabe der russischen Armee sei es, die Kontrolle über den Donbass und die Südukraine zu erlangen. Auf diese Weise könne eine Landverbindung zur annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sowie nach Transnistrien hergestellt werden. Russischsprachige Menschen würden dort „unterdrückt“, behauptete Minnekajew.

Das Außenministerium in Chisinau bestellte wegen der Äußerungen des Generals den russischen Botschafter ein und forderte Moskau zum Respekt der „Souveränität und territorialen Integrität“ Moldaus auf.


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