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Kämpfe in Ukraine gehen unvermindert weiter

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Die Kämpfe in der Ukraine sind am Dienstag unvermindert weitergegangen. Sowohl im Donbass als auch in der Südukraine greife Russland „auf der gesamten Länge der Frontlinie mit Mörsern, Artillerie und Mehrfachraketenwerfern“ an, teilte das ukrainische Verteidigungsministerium auf Telegram mit. Insgesamt starben am Dienstag im Osten und Süden nach ukrainischen Angaben mindestens neun Zivilisten durch russische Angriffe.

In Popasna seien unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes drei Tote gefunden worden, teilte Serhij Gajdaj, Gouverneur der Region Luhansk, mit. In der ostukrainischen Stadt Charkiw wurden nach Angaben von Regionalgouverneur Oleg Synegubow drei Menschen getötet und sieben weitere verletzt.

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In Awdijiwka in der Region Donezk hätten russische Truppen Luftangriffe auf das Krankenhaus, eine Schule und mehrere Wohngebäude geflogen, erklärte Regionalgouverneur Pawlo Kyrylenko. Insgesamt seien in der Region am Dienstag mindestens zwei Zivilisten getötet und sechs weitere verletzt worden. In Saporischschja im Süden des Landes starb nach Behördenangaben ein Mensch und ein weiterer wurde verletzt.

In der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol schien die Lage indessen festgefahren. Die letzten ukrainischen Verteidiger harren in den Industrieanlagen von Asowstahl aus. Moskau hatte am Montag zwar eine einseitige Feuerpause angekündigt - Kiew beschuldigte die Russen allerdings, eine Vereinbarung für Fluchtkorridore verweigert zu haben, weshalb keine Evakuierung möglich sei. Moskau bezichtigte die Ukrainer wiederum, hunderte Zivilisten am Verlassen der Industrieanlage zu hindern. Am Dienstag setzten die russischen Truppen ihren Beschuss des Stahlwerks nach Angaben von Regionalgouverneur Kyrylenko „mit schwerer Artillerie und aus der Luft“ fort.

Über 16.000 Menschen seien infolge des russischen Angriffskrieges bereits als vermisst gemeldet worden. „An erster Stelle steht die Suche nach Vermissten, danach was bombardiert und zerstört wurde“, sagte die Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Ljudmyla Denissowa, in einem am Dienstag veröffentlichten Fernsehinterview. Unter den Vermissten seien etwa 2.000 Soldaten. Von den Zivilisten stammt etwa ein Viertel aus Mariupol.


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