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Selenskyj: Moskaus Ziele gehen weit über Ukraine hinaus

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Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge gehen Moskaus Ziele weit über die Ukraine hinaus. „Das ultimative Ziel der russischen Führung ist nicht nur die Eroberung der Ukraine, sondern die Zerschlagung des gesamten Zentrums und des Ostens Europas“, sagte Selenskyj in seiner allabendlichen Videobotschaft, die in der Nacht auf Mittwoch auf Telegram veröffentlicht wurde. Auch ein „globaler Schlag gegen die Demokratie“ gehöre zu dem Ziel.

In der „freien Welt“ gebe es praktisch niemanden mehr, der nicht verstanden habe, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine nur der Anfang sei, meinte Selenskyj. Die fortgesetzten Angriffe auf die Ukraine etwa in der Region Odessa im Süden des Landes oder im Donbass im Osten, so Selenskyj weiter, würden Russland „nur neue Verluste“ bringen. Diese hätten ein neues EU-Sanktionspaket oder mehr Handelsbeschränkungen zur Folge. Die Mehrheit der Russinnen und Russen werde die aggressive Politik der Staatsführung mit Armut bezahlen müssen.

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Wie Selenskyj bei einem Treffen mit IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi in Kiew betonte, haben die ukrainischen Streitkräfte keine Angst vor den in Transnistrien stationierten russischen Truppen. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. „Was die russischen Truppen betrifft, die sich seit vielen, vielen Jahren ständig auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Republik Moldau, nämlich in Transnistrien, befinden, so wissen wir, dass sie in ständiger Bereitschaft sind und auf einen Befehl warten. Wir wissen um ihre Macht, und die ukrainischen Streitkräfte sind bereit und haben keine Angst vor ihnen“, so Zelensky wörtlich.

Der Krieg kann sich nach Einschätzung des ukrainischen Präsidentenberaters Olexij Arestowytsch noch über viele Monate hinziehen. Die von der Ukraine neu erhaltenen Waffen könnten Ende Mai, Anfang Juni „ernsthafte Auswirkungen“ auf das Kampfgeschehen haben, erklärte Arestowytsch in einem am Dienstagabend veröffentlichten YouTube-Interview, wie die ukrainische Agentur Unian berichtete. Der Krieg selbst könnte bis Ende des Jahres dauern.

„Wir müssen uns auf eine lange Geschichte einstellen“, meinte Arestowytsch demnach. Sollten aktive Kampfhandlungen im Donbass nach der jetzigen Offensive etwa eingestellt werden und dazu übergegangen werden, Positionen einzunehmen, bedeute dies noch lange kein Ende des Krieges.


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