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Österreich verlegt Botschaft wieder nach Kiew

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Das Team der österreichischen Botschaft ist in die ukrainische Hauptstadt Kiew (Kyjiw) zurückgekehrt. Wie das Außenministerium der APA am Mittwoch mitteilte, war Österreich eines der wenigen EU-Länder, das trotz des russischen Angriffskrieges durchgehend seine Präsenz in der Ukraine aufrechterhalten habe. Ein Teil des Teams werde weiterhin von der Außenstelle der Botschaft in Uschhorod, einem wichtigen Knotenpunkt für Evakuierungsrouten und Hilfslieferungen, aus tätig sein.

„Die Rückkehr unseres Teams in die ukrainische Hauptstadt ist ein wichtiges Zeichen unserer uneingeschränkten Solidarität gegenüber den Menschen in der Ukraine und der ukrainischen Regierung“, betonte eine Sprecherin des Außenamts. „Österreich steht an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer, die derzeit Opfer einer beispiellosen militärischen Aggression sind.“ Das Botschaftsteam war nach Beginn des russischen Angriffskriegs aus Kiew abgezogen worden. Die Mitarbeiter seien am Freitag zurückgekehrt. Die Sicherheit der Mitarbeiter habe „oberste Priorität“.

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Die österreichische Präsenz in Kiew erlaube es, in enger Kooperation mit den ukrainischen Behörden österreichische Hilfsleistungen noch besser zu koordinieren. Österreich unterstützt die Ukraine mit humanitärer Hilfe, Schutzausrüstung und Rettungsgerät. Österreichs Unterstützung für die Ukraine und besonders betroffene Nachbarländer umfasst bisher knapp 40 Millionen Euro: „an einer substanziellen Erhöhung wird gerade gearbeitet“, hieß es aus dem Außenministerium.

Die Rückkehr des Teams hatte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) bei seiner Ukraine-Reise vor etwa zweieinhalb Wochen angekündigt. „Damit bringen wir unsere volle Unterstützung für die Ukraine in dieser sehr schwierigen Zeit zum Ausdruck“, hatte Nehammer damals betont.

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Am Dienstag hat eine Gruppe von ukrainischen Umweltschützern vor der österreichischen Botschaft in Kiew für ein Öl- und Gasembargo gegen Russland protestiert. Die österreichische Regierung dürfe nicht weiter zu den Blockierern des auf EU-Ebene diskutierten Öl-Embargos gehören, forderten die Klimaschützer nach Angaben von Greenpeace Österreich. „Wir fordern von Österreichs Regierung Taten statt Worte, um Putins Krieg endlich einen Riegel vorzuschieben. Die EU hätte die Macht, Putins Militärmaschinerie innerhalb weniger Wochen den Geldhahn zuzudrehen. Es ist ganz einfach: jeder Tropfen russischen Öls, das Europa kauft, vergießt einen Tropfen ukrainischen Blutes“, erklärte Maryna Ratuschna von der ukrainischen Umweltschutzorganisation Ecoaction.


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