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Israel gedenkt der im Holocaust ermordeten Juden

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Israel hat am Donnerstag der sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden gedacht. Am Vormittag heulten für zwei Minuten landesweit die Sirenen. Autos hielten auf den Straßen an, Menschen standen still und gedachten der Toten. Anschließend begann eine Gedenkveranstaltung in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Bei der offiziellen Eröffnungszeremonie in Yad Vashem am Mittwochabend hatte Israels Regierungschef Naftali Bennett die Einzigartigkeit des Holocaust betont. „Selbst die schlimmsten Kriege heutzutage sind nicht der Holocaust und sind nicht vergleichbar mit dem Holocaust“, sagte er laut einer Mitteilung. „Die Nazis strebten danach, alle Juden zu jagen und jeden einzelnen von ihnen auszurotten.“

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In Israel leben nach Behördenangaben noch 161.400 Holocaust-Überlebende. Das Durchschnittsalter betrage 85,5 Jahre, hieß es. Mehr als 1.000 Betroffene seien sogar älter als 100 Jahre. Wie die Jewish Claims Conference mitteilte, sind rund 100 Holocaust-Überlebende seit Kriegsbeginn aus der Ukraine nach Israel eingewandert. Die Claims Conference mit ihrer Zentrale in New York setzt sich für die materielle Entschädigung von Betroffenen ein.

Den israelischen Angaben zufolge lebten Ende 2020 weltweit 15,2 Millionen Juden, die meisten davon - 6,9 Millionen - in Israel. Die zweitgrößte jüdische Gemeinde mit 6 Millionen bestand demnach in den USA. In Deutschland lebten zu dem Zeitpunkt 118.000 Juden. Damit gibt es weltweit laut den Angaben immer noch weniger Juden als vor dem 2. Weltkrieg. Damals seien es 16,6 Millionen gewesen, hieß es.

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