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Linz ehrt verstorbene Brigitte Kowanz mit Großinstallation

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Ende Jänner verstarb Brigitte Kowanz für die Öffentlichkeit überraschend im Alter von 64 Jahren. Und so mutierte die neue Ausstellung „ISTR“ im Linzer Schlossmuseum ungewollt zur posthumen Würdigung der großen Lichtkünstlerin. Diese hatte noch bis Anfang des Jahres selbst an der raumgreifenden Installation mitgearbeitet, die nun entsprechend ihrer Entwürfe finalisiert wurde. Ab dem morgigen Freitag ist dieser künstlerische Abschied der Lichtmagierin zu erleben.

ISTR stellte für Kowanz das Akronym von I Seem To Recall dar. Und dieser angesichts des Todes melancholisch grundierte Gedanke findet sich nun auch im ersten Raum der Schau, in dem vier Säulen mit je einem Buchstaben des Morsecodes I S T R drapiert sind. In Folge entfaltet sich ein für Kowanz so typischer Raum aus Licht und Spiegelung, ein in seinen Grenzen undefinierbares Feld, in das sich der Betrachter im mehrfachen Wortsinn reflektierend einbringt.

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Auch in Linz zeigt sich dabei noch einmal, dass Kowanz bei aller Poetik in der Gestaltung ihr Œuvre stets auch mit Humor betrachtete. So finden sich in Linz stilisierte Emojis als mondgleiche Lichtfiguren. Damit reiht sich Linz ein in die Orte, in denen die gebürtige Wienerin leuchtende Spuren hinterlassen hat, die zu Lebzeiten nicht nur bei der Biennale von Venedig Arbeiten präsentierte, sondern auch mehr als 50 Installationen für den öffentlichen Raum entwickelte. So grüßen etwa seit 2020 von der MQ-Libelle am Dach des Wiener Leopold Museums große Lichtringe die nächtlichen Betrachter.

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