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Ukrainisches Militär meldet erfolglose russische Angriffe

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Der ukrainische Generalstab hat am Samstag neue russische Angriffe mit Schwerpunkt im Osten der Ukraine vermeldet. „Die Gefechte gehen weiter“, es gebe für Russland aber keine Erfolge, heißt es. In der Nähe der Stadt Isjum in der Region Charkiw ziehe Russland weiter Truppen für den Angriff zusammen. Attackiert wurde in der Nacht auch die Großstadt Charkiw selbst. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von „taktischen Erfolgen“ seiner Armee in der Region.

„Die Lage in der Region Charkiw ist schwierig“, sagte Selenskyj in einer Fernsehansprache. „Aber unser Militär und unser Geheimdienst haben wichtige taktische Erfolge erzielt.“ Selenskyj warf der russischen Armee vor, bei ihrer Offensive im Donbass „alles Leben zerstören“ zu wollen. Die permanenten Angriffe auf die Infrastruktur und auf Wohngebiete zeigten, „dass Russland dieses Gebiet unbewohnbar machen will“.

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Es gebe an mehreren Stellen Versuche der russischen Streitkräfte, ins Landesinnere vorzustoßen, teilte der Generalstab der Ukraine mit. Allerdings würden die Attacken abgewehrt. Im Gebiet Dnipro hätten russische Einheiten Ziele mit Raketen und Artillerie beschossen. Die russischen Streitkräfte stellen sich demnach teils neu auf und verstärken ihre Truppen. In den umkämpften Gebieten Luhansk und Donezk im Osten seien 14 Angriffe abgewehrt worden. Die ukrainischen Streitkräfte hätten elf Panzer, neun Drohnen und sieben Artilleriesystem vernichtet.

Laut Berichten des britischen Militärs sind die Russen gezwungen, die Truppen neu zu sammeln. Das russische Militär habe erschöpfte Einheiten aus den gescheiterten Vorstößen zusammenlegen und umgruppieren müssen. „Viele dieser Einheiten leiden wahrscheinlich unter einer geschwächten Moral.“

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„Die Mängel bei der taktischen Koordination bestehen weiter“, twitterte das britische Militär zur Lage in der Nordostukraine. Wegen der Schwäche der Einheiten und unzureichender Luftunterstützung könne Russland seine Kampfkraft nicht vollständig ausschöpfen. Russland hoffe, seine Schwierigkeiten bei der Invasion zu beheben, indem es die Truppen geografisch konzentriere, die Versorgungswege verkürze und die Führung vereinfache.

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht mit seiner Artillerie 389 Ziele in der Ukraine angegriffen, darunter 35 Kontrollpunkte, 15 Waffen- oder Munitionslager und mehrere Orte, an denen sich ukrainische Truppen oder Ausrüstung befunden hätten. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, vier Munitions- und Treibstofflager seien von russischen Raketen getroffen worden.

Die ukrainischen Streitkräfte ihrerseits eroberten nach eigenen Angaben in der Nähe von Charkiw das „strategisch wichtige“ Dorf Ruska Losowa zurück. Dem Verteidigungsministerium in Kiew zufolge brachten die ukrainischen Soldaten mehr als 600 Einwohner in Sicherheit.

Zudem setzt die Ukraine offenbar einzelne Nadelstiche gegen den übermächtigen Nachbar. Die russische Flugabwehr soll ein ukrainisches Flugzeug daran gehindert haben, in den Luftraum der Region Brjansk einzudringen. Dabei seien Teile eines Ölterminals von Beschuss getroffen worden, berichteten russische Medien. „Es gibt keine Opfer“, sagte Gouverneur Alexander Bogomas. Bei dem Terminal sei ein Logistik-Gebäude beschädigt worden.

Unklar ist weiterhin die Lage um das Asow-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol. In den Bunkeranlagen der Industriezone sollen sich nach russischen Angaben rund 2.500 ukrainische Kämpfer und ausländische Söldner verschanzt haben. Der Ukraine zufolge warten dort vor allem 1.000 Zivilisten auf ihre Rettung, darunter auch Kinder.

Kiew und Moskau hatten sich unter Vermittlung von UNO-Generalsekretär António Guterres bereit erklärt, eine humanitären Korridor für die Flucht der Zivilisten einzurichten. Ergebnisse lassen jedoch auf sich warten. Das russische Staatsfernsehen berichtete jedenfalls, dass eine dreiköpfige Familie das Stahlwerk verlassen habe. Ein Mann, der sich als Vater bezeichnete, schilderte die Flucht. Überprüfbar sind diese Angaben nicht.


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