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Prominentes ÖJV-Quartett in Sofia ohne EM-Medaille

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Die seit 2013 anhaltende Medaillenserie der österreichischen Judoka bei Europameisterschaften droht zu reißen. Keiner der vier am Samstag bei den Titelkämpfen in Sofia ins Rennen geschickte ÖJV-Trümpfe stach, Michaela Polleres (-70 kg) verlor ihren Bronze-Kampf am Nachmittag gegen die Französin Margaux Pinot mit Ippon. Für Magdalena Krssakova (-63) und Shamil Borchashvili (-81) wurde es jeweils Rang sieben, Bernadette Graf (-70) blieb nach einer Auftaktniederlage unplatziert.

Die Österreicher waren mit dem Ziel der ersten EM-Goldmedaille für Rot-Weiß-Rot seit jener von Sabrina Filzmoser 2011 in die EM gegangen, nun könnte es nach neun Jahren mit jeweils zumindest einem Podestplatz eine Nullnummer geben. Wachid Borchashvili (-90) und Daniel Allerstorfer (+100) werden am Sonntag nur Außenseiterchancen eingeräumt. Die vier am Freitag im Einsatz gewesenen ÖJV-Teilnehmer waren durchwegs unplatziert geblieben.

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Polleres unterlag Pinot per Ippon und wurde damit Fünfte, davor war sie nach einer Waza-ari-Wertung gegen sich in Zugzwang gewesen. Bis zum Pool-Sieg nach Erfolgen gegen die Spanierin Ai Tsunoda Roustant und die Britin Kelly Petersen Pollard war es für die Olympia-Zweite optimal gelaufen, im Semifinale unterlag sie aber Sanne van Dijke per Ippon. Es war eine geglückte Revanche der Niederländerin für die Niederlage im Olympia-Semifinale im Vorjahr in Tokio. Gegen Pinot war es Polleres‘ dritte Niederlage im dritten Aufeinandertreffen.

Graf unterlag früh der Ukrainerin Natalija Kistjakowa. Vorerst gut unterwegs waren Krssakova und Borchashvili. Krssakova besiegte die Ungarin Hevig Karakas, verlor aber gegen die Spanierin Cristina Cabana Perez und in der Hoffnungsrunde gegen die Tschechin Renata Zachova. Damit kam sie ebenso auf Endrang sieben wie Borchashvili. Der Olympia-Dritte gab dem Spanier Jose Maria Mendiola Izquieta und dem Tschechen Adam Kopecky das Nachsehen, unterlag dem Ukrainer Sergij Kriwtschach und in der Hoffnungsrunde dem Ungarn Attila Ungvari.

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ÖJV-Headchoach Yvonne Böhnisch reagierte enttäuscht, der abschließende Kampf von jedem ihrer Schützlinge endete per Ippon: „Natürlich haben wir uns insgeheim wesentlich mehr erhofft. Wir hatten heute vier StarterInnen mit realistischen Medaillenchance. Es fehlen letztlich nur ein paar Kleinigkeiten, die dazu führen, dass unsere AthletInnen zuerst die Linie verlieren und dann auch ihre Kämpfe.“ Die Deutsche blickte aber auch schon voraus: „Die beginnende Olympia-Qualifikation im Juni und die WM im Oktober in Taschkent haben Vorrang. Dann wird abgerechnet.“


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