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Demos zum Abtreibungsrecht in Prag

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Tausende Menschen haben in Prag gegen Abtreibungen demonstriert. Im Stadtzentrum traf der „Nationale Marsch für das Leben“ am Samstag auf eine Gegendemonstration, an der nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK rund zweihundert Menschen teilnahmen. Beide Seiten lieferten sich Wortgefechte, es kam aber zu keinen tätlichen Auseinandersetzungen, so dass die Polizei nicht einschreiten musste.

Die Teilnehmenden des von der „Bewegung für das Leben“ organisierten Marsches trugen tschechische Fahnen und Transparente mit Aufschriften wie „Ein Kind bedeutet immer Hoffnung“ oder „Schützen wir das Leben vom Anfang an“. Als prominentester Unterstützer des Marsches zelebrierte der katholische Prager Erzbischof Dominik Duka schon am Vormittag eine Messe, in der er zur Teilnahme aufrief.

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An der kleineren, aber bunteren Gegendemonstration nahm auch der Chef der Piratenpartei, Regionalminister Ivan Bartos, teil. Frauen hielten Transparente mit kirchenkritischen Aufschriften hoch. Kardinal Duka hatte zuletzt für öffentliche Empörung gesorgt, als er die Vergewaltigungen im Ukraine-Krieg zu relativieren schien. So erklärte er, dass diese zwar zu verurteilen seien, doch könne man auch in den vergewaltigenden Soldaten Opfer sehen, da sie im Krieg unter Stress stünden. Das strikte und mit der Strafe der sofortigen Exkommunikation unterlegte Abtreibungsverbot der katholischen Kirche verpflichtet auch Vergewaltigungsopfer dazu, die von ihren Peinigern gezeugten Kinder auszutragen.


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