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König von Marokko begnadigt 29 wegen Terrorismus Verurteilte

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Marokkos König Mohammed VI. hat anlässlich des Ramadan-Endes 29 wegen „Terrorismus“ oder „Extremismus“ Verurteilte begnadigt. Die Betroffenen hätten vor ihrer Begnadigung ihre „Verbundenheit zur Heiligkeit der Nation und der nationalen Institutionen“ erklärt und ihre „ideologischen Orientierungen widerrufen sowie sich vom Extremismus und Terrorismus losgesagt“, teilte das Justizministerium in Rabat am späten Sonntagabend mit.

Insgesamt begnadigte Mohammed VI. anlässlich des Eid-al-Fitr-Festes zum Ende des Fastenmonats Ramadan 958 Verurteilte. Von den 29 wegen „Terrorismus“ oder „Extremismus“ verurteilten Begnadigten kommen durch das königliche Dekret 23 auf freien Fuß. Die sechs anderen erhalten eine Strafreduzierung.

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Marokko hatte im Jahr 2017 das Resozialisierungsprogramm Moussalaha (Versöhnung) für wegen Terrorvorwürfen Verurteilte gestartet. Nach offiziellen Angaben wurden in dem nordafrikanischen Land seit 2002 mehr als 2.000 jihadistische Zellen ausgehoben und mehr als 3.500 Menschen im Zusammenhang mit islamistischer Radikalisierung festgenommen.

Seit den schweren Anschlägen in Casablanca mit 33 Toten im Jahr 2003 hat es in Marokko nur wenige islamistische Anschläge gegeben. Für Entsetzen in dem Land sorgte 2018 die Ermordung zweier skandinavischer Touristinnen durch mit der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Verbindung stehende Extremisten.


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