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Frau sticht Freund in Wien-Simmering Messer in Oberkörper

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Beziehungsprobleme und reichlich Alkohol haben in der Nacht auf Montag bzw. am Sonntagabend zu zwei Gewalttaten in Wien-Simmering und in der Donaustadt geführt. Dabei verletzte eine 19-Jährige kurz vor 1.00 Uhr in einer Simmeringer Wohnung ihren 27-jährigen Lebensgefährten mit einem Messer im Bereich des Oberkörpers schwer. Glimpflicher ging der Streit in der Donaustadt aus, wohl weil der Tretroller, den der betrunkene 42-Jährige warf, seine Lebensgefährtin nicht traf.

Die Auseinandersetzung in Simmering brach unweit des Bezirkskerns aus. Die 19-jährige slowakische Staatsbürgerin und ihr Lebensgefährte hatten zwei Freunde, 22 und 28 Jahre alt, eingeladen. Die junge Frau attackierte ihren Freund in einem Nebenzimmer und stach ihm ein Messer in den Oberkörper. Der Mann wurde schwer verletzt, befand sich am Montagvormittag aber außer Lebensgefahr. Die beiden anderen Männer saßen im Nebenzimmer, als sie den Lärm hörten. Sie versuchten die Attacke zu unterbinden. Dabei wurde der 28-Jährige an den Armen leicht verletzt.

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Alarmierte Polizisten leisteten dem 27-Jährigen Erste Hilfe, was in weiterer Folge von Kräften der Berufsrettung übernommen wurde. Diese lieferte den Mann in ein Spital ein. Die 19-Jährige wurde vorläufig festgenommen, das Messer sichergestellt. Außerdem bekam sie ein Betretungs- und Annäherungs- sowie ein vorläufiges Waffenverbot. Ein Alkovortest ergab 0,8 Promille. Die Ermittlungen übernahm die Außenstelle Süd des Landeskriminalamtes, Einvernahmen der Beteiligten standen am Montag noch aus./lor

In der Donaustadt wurde die Polizei gegen 20.30 Uhr alarmiert, weil ein 42-Jähriger im Streit mit seiner 38-jährigen Lebensgefährtin gegen eine Tür schlug und dann die Frau mit Schlägen attackierte. Er warf auch einen Tretroller nach ihr, die Frau konnte flüchten und die Polizei verständigen. Sie blieb bei der Attacke unverletzt.

Als die Beamten am Ort des Geschehens eintrafen, fanden sie den Mann mit blutenden Händen. Er behauptete, dass die Blessuren durch eine Messerattacke seiner Frau entstanden seien. Die Polizei fand diese Behauptung aber wenig glaubhaft. Der 42-Jährige wurde auch im Umgang mit den Polizisten zunehmend aufbrausend und aggressiv. Als er seine Lebensgefährtin mit dem Umbringen bedrohte und versuchte, sie mit einem Faustschlag während der Amtshandlung zu attackieren, nahmen ihn die Polizisten fest. Gegen ihn wurde außerdem ein Betretungs- und Annäherungs- sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.

Die 38-Jährige sagte aus, dass ihr Lebensgefährte schon öfters ihr gegenüber gewalttätig geworden sei, sie bisher aber keine Anzeige erstattet habe. Ein Alkovortest bei ihm ergab 1,8 Promille. Die Polizei zeigte wegen des Verdachts der Körperverletzung beide an.

Die Wiener Polizei machte in dem Zusammenhang erneut darauf aufmerksam, dass sie Ansprechpartner für jedes Opfer von Gewalt ist und keine Gewalt dulde, gleichgültig in welcher Form. Der Polizei-Notruf (133) ist jederzeit für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder von Gewalt betroffen sind, erreichbar. Auch der 24-Stunden Frauennotruf (01/71719) und der Frauenhaus-Notruf des Vereins Wiener Frauenhäuser (05-77- 22) sind rund um die Uhr besetzt. Das Landeskriminalamt Wien, Kriminalprävention, bietet zusätzlich Beratungen unter der Hotline 0800/216346 an.


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