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Frankfurt und Leipzig haben Europa-League-Finale im Visier

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Eintracht Frankfurt und RB Leipzig verteidigen am Donnerstag in den Halbfinalrückspielen der Fußball-Europa-League (21.00 Uhr) jeweils einen knappen Vorsprung und peilen ein deutsches Finale am 18. Mail in Sevilla an. Die Eintracht von Trainer Oliver Glasner empfängt daheim West Ham United (live ORF 1), das Hinspiel gewannen die Hessen 2:1. Die Leipziger treten bei den Glasgow Rangers (live ServusTV) mit einem 1:0-Polster an.

Seit Einführung der Europa League in der Saison 2009/10 hat keine deutsche Mannschaft den zweitwichtigsten Europacup-Bewerb gewonnen, nicht einmal ins Finale schaffte es ein Bundesliga-Club. Am nächsten kam zuletzt Frankfurt vor drei Jahren, als die Eintracht im Halbfinale am späteren Sieger Chelsea scheiterte. Der letzte deutsche Erfolg im Vorgängerbewerb UEFA-Cup ist schon 25 Jahre her, 1997 triumphierte Schalke 04. RB Leipzig stand noch nie in einem Europacup-Finale.

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Das alles soll sich nun ändern, Frankfurt und Leipzig können schon am Donnerstag den ersten deutschen Europa-League-Sieg sicherstellen. Die Eintracht hat in der K.o.-Phase bisher Betis Sevilla und den FC Barcelona eliminiert und mit dem Auswärtserfolg bei West Ham die Europacup-Euphorie in ungeahnte Höhen getrieben. Dem ordnen die Hessen, die in den bisher elf Spielen in dieser Europa-League-Saison ungeschlagen sind, nun alles unter.

Glasner schonte am Montag im Bundesligaspiel in Leverkusen zahlreiche Stammkräfte wie den zuletzt erkälteten Martin Hinteregger und nahm dafür eine Niederlage in Kauf. Motivationsreden wird es vor dem Spiel gegen die Londoner keine brauchen. „Ich habe unsere Spieler gefragt, wer schon einmal in einem internationalen Finale gespielt hat. Bis auf Rafa Borré in Südamerika ist das niemand. Das zeigt, dass das in einer Karriere eines Spielers oder Trainers etwas Außergewöhnliches ist“, erzählte Glasner.

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42 Jahre nach dem ersten Europacup-Triumph, als die Eintracht den UEFA-Cup im rein deutschen Finale gegen Borussia Mönchengladbach gewann, ist der Traum von Titel Nummer zwei schon sehr konkret geworden. Auch auf die Statistik können die Frankfurter bauen, sie sind im Europacup nach einem Auswärtserfolg im Hinspiel noch nie ausgeschieden.

West Ham hat den eigenen Finaleinzug aber ebenfalls noch nicht abgeschrieben. Drei Auswärtssiege erzielte das Team von Trainer David Moyes in der aktuellen EL-Saison, einen davon am 25. November bei Rapid (2:0) und zuletzt im Viertelfinale in Lyon gegen Olympique (3:0). Daher zeigte sich Moyes vor dem Rückspiel kämpferisch: „Wir sind vor dem Rückspiel vielleicht der Außenseiter, aber wir werden alles tun, um es ins Finale zu schaffen. Wir brauchen mehr Qualität im Angriff. Alle müssen sich einbringen und die Chancen nutzen, die sich uns bieten.“

Noch ohne Europacup-Finaleintrag ist RB Leipzig. Das Team von Trainer Domenico Tedesco kassierte zwar am Montag eine 1:3-Liganiederlage in Mönchengladbach, in Glasgow sind die Sachsen rund um ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer dennoch Favorit. Allerdings hoffen die Leipziger, diesmal mehr Raum und Möglichkeiten gegen die defensiven Schotten zu finden als im Hinspiel. „Es war eine sehr zähe Partie. Wir wissen, dass es im Ibrox Stadium nicht einfacher werden wird“, erwartete Tedesco.

Auf den Heimvorteil mit 50.000 Fans im Rücken setzen die Rangers. Zudem weiß die Elf von Trainer Giovanni van Bronckhorst, wie man einen 0:1-Hinspiel-Rückstand aufholt. Im Viertelfinale wurde Braga daheim mit 3:1 nach Verlängerung niedergerungen, dies soll nun wiederholt werden. Van Bronckhorst hofft dabei auf die Unterstützung von Stürmer Kemar Roofe sowie Aaron Ramsey, die zuletzt verletzungsbedingt gefehlt haben.


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