Traum-Debüt! Haaland schießt Dortmund mit drei Treffern zum Sieg

Der ehemalige Salzburger drehte nach seiner Einwechslung für den BVB das Spiel gegen Augsburg.

Was für ein Debüt für den BVB: Erling Haaland traf nach seiner Einwechslung drei Mal.
© GEPA pictures/ Witters

Augsburg – Erling Haaland hat der deutschen Fußball-Bundesliga bereits in seinem ersten Spiel in eindrucksvoller Manier den Stempel aufgedrückt. Der frühere Salzburg-Stürmer traf am Samstag beim 5:3-Sieg von Borussia Dortmund beim FC Augsburg nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte in dreifacher Ausführung (59., 72., 79.). Der Norweger schoss den BVB damit wieder auf den vierten Tabellenplatz.

Dortmund-Trainer Lucien Favre brachte Haaland beim Stand von 1:3 in der 56. Minute in die Partie. 183 Sekunden später erzielte der 19-Jährige, vor seinem 20-Millionen-Transfer von Salzburg nach Dortmund als Österreichs Fußballer des Jahres ausgezeichnet, bereits sein Premierentor. Haaland traf nach Zuspiel von Jadon Sancho mit links via Innenstange ins lange Eck. Zwei Minuten danach gelang Sancho selbst der Ausgleich. Der Engländer hätte Haaland schon den Doppelpack servieren können, schloss aber selbst ab (61.).

Thorgan Hazard machte es zehn Minuten später anders, bediente Haaland, und dieser schob aus zwei Metern zum 4:3 ein. Dem nicht genug, legte Haaland mit einem weiteren Schuss ins lange Eck noch seinen dritten Treffer nach. Drei Tore waren dem Ausnahmetalent schon im September bei seinem ersten Auftritt in der Champions League gelungen. Damals fertigte er mit den Salzburgern den KRC Genk mit 6:2 ab.

Vor der Haaland-Show hatte auch noch Julian Brandt für Dortmund getroffen (49.). Zwei Tore von Florian Niederlechner (34., 55.) waren für Augsburg zu wenig. Die Dortmunder liegen nach Punkten vorerst mit Meister Bayern München und dem Lokalrivalen Schalke 04 gleichauf. Die Bayern starten aber erst am Sonntag (15.30 Uhr) mit einem Gastspiel bei Hertha BSC Berlin ins Frühjahr.

Eintracht Frankfurt glückte der Jahresauftakt. Das Team von Adi Hütter beendete mit einem 2:1 bei 1899 Hoffenheim einen Negativlauf von zuletzt vier Pflichtspielniederlagen in Serie und schob sich vorübergehend auf Rang elf. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt vier Zähler. Bas Dost (18.) und Timothy Chandler (63.) waren für die Eintracht erfolgreich, bei der ÖFB-Verteidiger Martin Hinteregger im Abwehrzentrum durchspielte.

Bei Hoffenheim waren Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner über die volle Distanz im Einsatz, Landsmann Stefan Posch wurde in der Schlussphase eingewechselt. Der israelische Ex-Salzburg-Stürmer Munas Dabbur, im Winter vom FC Sevilla geholt, kam zur Pause in die Partie. Frankfurt war in der Liga zuletzt sieben Spiele sieglos gewesen - seit einem 5:1 am 2. November gegen Bayern München. Damals war noch Niko Kovac Bayern-Trainer gewesen.

Werder Bremen schob sich durch einen 1:0-Auswärtssieg im direkten Duell mit Fortuna Düsseldorf aus der Zone der Fixabsteiger. Die Bremer liegen nun zwei Zähler vor Düsseldorf auf dem Relegationsplatz. Die Entscheidung brachte ein Eigentor von Düsseldorf-Goalie Florian Kastenmeier nach Kopfball von Werder-Kapitän Niklas Moisander (67.). Marco Friedl spielte bei den Bremern wie Markus Suttner bei Düsseldorf durch. Fortuna-Mittelfeldmann Kevin Stöger gab im Finish (ab 71.) nach acht Monaten Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses sein Comeback.

Der 1. FC Köln landete dank zweier Tore von Jhon Cordoba mit einem 3:1 gegen den VfL Wolfsburg bereits den vierten Sieg in Serie. Xaver Schlager vermochte die Niederlage des Teams von Trainer Oliver Glasner nicht zu verhindern. Die Wolfsburger haben nur eines ihrer vergangenen sechs Ligaspiele gewonnen und hängen als Tabellenneunter im Mittelfeld fest. Freiburg dagegen schob sich mit einem 2:1-Erfolg beim FSV Mainz vorübergehend auf Rang sechs. Karim Onisiwo kam bei den Mainzern zur Pause in die Partie, Philipp Lienhart bei Freiburg erst in der Nachspielzeit (92.).

Leipzig, das Haaland ebenfalls gerne verpflichtet hätte, lag gegen Union zur Pause zurück. Ein Traumtor von Timo Werner (51.) und eine gute Reaktion von Sabitzer (57.) drehten aber die Partie. Der Steirer spitzelte den Ball nach einem Eckball aus kurzer Distanz akrobatisch ins Tor. Es war sein zwölfter Pflichtspieltreffer in dieser Saison, sein siebenter in der Liga. Werner machte im Finish noch seinen Doppelpack perfekt (83.).

Sabitzer trug nach dem Abgang von Diego Demme zu SSC Napoli erstmals die Kapitänsschleife. Der eigentliche RB-Kapitän Willi Orban fehlt noch mindestens bis März verletzt. Wie Sabitzer spielte beim Tabellenführer auch Landsmann Konrad Laimer durch, Stefan Ilsanker wurde im Finish eingewechselt. Bei der Union war Kapitän Christopher Trimmel wegen einer Erkrankung nicht mit von der Partie (APA/dpa)

Deutsche Bundesliga - 18. Runde:

FSV Mainz 05 - SC Freiburg 1:2 (0:2)

Mainz: Onisiwo ab 46., Mwene Ersatz; Freiburg: Lienhart ab 92.

FC Augsburg - Borussia Dortmund 3:5 (1:0)

Augsburg: Teigl Ersatz

1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 1:2 (0:1)

Hoffenheim: Grillitsch und Baumgartner spielten durch, Posch bis 82.; Frankfurt: Hinteregger spielte durch, Trainer Hütter

1. FC Köln - VfL Wolfsburg 3:1 (2:0)

Köln: Kainz Ersatz; Wolfsburg: X. Schlager spielte durch, Trainer Glasner

Fortuna Düsseldorf - Werder Bremen 0:1 (0:0)

Düsseldorf: Suttner spielte durch, Stöger ab 71.; Bremen: Friedl spielte durch

RB Leipzig - Union Berlin 3:1 (0:1)

Leipzig: Sabitzer (Tor zum 2:1/57.) und Laimer spielten durch, Ilsanker ab 86., Wolf Ersatz; Union: Flecker Ersatz, ohne Trimmel (krank)

Sonntag:

Hertha BSC Berlin - Bayern München 15.30

SC Paderborn - Bayer Leverkusen 18 Uhr

Bereits am Freitag:

Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach 2:0 (0:0)

Schalke: Gregoritsch bis 90. (Tor und Assist), Schöpf spielte durch, Burgstaller ab 90., Langer Ersatzgoalie; Gladbach: Lainer spielte durch


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