5G in Österreich: A1 startet am Samstag mit 350 Stationen

Der Ausbau des besonders leistungsfähigen 5G-Netzes macht in Österreich weitere Fortschritte. Ab 27. Jänner bietet A1 den Verkauf der neuen Geräte und Tarife.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), BM Elisabeth Köstinger (ÖVP) und CEO Marcus Grausam (A1 Österreich, v.l.) bei der Pressekonferenz in Wien.
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Wien – Nach den Mobilfunk-Providern Magenta und Drei startet am kommenden Samstag auch die A1 Telekom Austria ihr 5G-Netz – dafür sei das A1-Netz mit 350 Basisstationen in 129 Gemeinden in allen Bundesländern „doppelt so groß wie die Netze unserer Mitbewerber zusammen”, sagte Telekom-Austria-Vorstandschef Thomas Arnoldner am Montag bei einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt in Wien. Am 25. Jänner erfolgt in Kitzbühel die Inbetriebnahme des 5Giganetzes.

Der Verkauf der neuen Geräte und Tarife beginnt am 27. Jänner 2020. A1 investiere jedes Jahr rund 450 Mio. Euro in den Ausbau der digitalen Infrastruktur, sagte der CEO von A1 Österreich, Marcus Grausam. Die A1 verfüge über ein Glasfasernetz mit 54.000 km Gesamtlänge, 92 Prozent der österreichischen Gemeinden hätten einen Glasfaser-Zugangspunkt.

„Wir sind eines der ersten Länder Europa, wo 5G flächendeckend ausgebaut wird”, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Die auch für den Breitband-Ausbau zuständige Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) werde „das fortsetzen, was in der Zusammenarbeit mit Norbert Hofer begonnen wurde – eine möglichst rasche Versteigerung der Frequenzen, um auch einen schnellen Ausbau der 5G-Infrastruktur in Österreich sicherstellen zu können”. „Die Vergabe zusätzlicher Frequenzen für den 5G-Ausbau wird in der ersten Hälfte 2020 vorangetrieben werden”, sagte Köstinger.

Besseres Mobilnetz als in Deutschland

Österreich habe bei der digitalen Verwaltung während der ersten eineinhalb Jahre ihrer Verantwortlichkeit gegenüber anderen Ländern bereits aufgeholt, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). Basis dafür sei auch eine gute Infrastruktur. „Im Vergleich zu Deutschland ist das schlechteste Mobilfunknetz in Österreich besser als das beste in Deutschland.”

Bis Jahresende werde man als Pilotprojekt eine digitale Ausweisplattform schaffen, kündigte Schramböck an. Dann werde man etwa den Führerschein, den Zulassungsschein oder seinen Personalausweis auf dem Handy haben können.

Zur Diskussion um die Rolle des chinesischen Technologiekonzerns Huawei beim Ausbau der Netze sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), es gehe um ein Maximum an Sicherheit, aber auch um ein technologieneutrales Auftreten. Kritiker haben Sorge, dass Huawei den Einsatz seiner Technologie auch zu Spionagezwecken nutzen könnte.

5G soll dank extrem schneller Reaktionszeit eine Kommunikation praktisch in Echtzeit ermöglichen. Zwischen der Anfrage ans Netz und einer Antwort solle weniger als eine Millisekunde vergehen, sagte Arnoldner. Die Technologie gilt als Voraussetzung für autonomes Fahren und weitere Automatisierungen in der Industrie. (APA, dpa, TT.com)

Die Pressekonferenz in ganzer Länge im Video


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