Gut zu wissen: Das Kitz-Spektakel 2020 auf der Streif in Zahlen

Worte allein werden der „Streif“ kaum gerecht. Zur heutigen Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel sollen Kennzahlen die Relationen beim wohl berühmtesten Skirennen der Welt zurechtrücken.

High Noon in Kitzbühel. Über 40.000 Fans wurden zum Abfahrtsspektakel erwartet.
© Thomas Böhm

Von Florian Madl

Kitzbühel – Es gibt steilere Stellen im Ski-Weltcup („Freier Fall“, Garmisch/92 %), es gibt schnellere und längere Strecken (Wengen: 161,9 km/h Höchstgeschwindigkeit, 4,5 km Streckenlänge), es wurden schon weitere Sprünge registriert (84 m/Beat Feuz in St. Moritz/2017). Aber in der Summe kann kein Weltcuprennen der „Streif“ den Rang ablaufen – nirgendwo schlagen die Herzen höher. Einige Kennzahlen zum heutigen Klassiker in Kitzbühel:

  • 19 Jahre alt ist der Jüngste, der heute über die „Streif“ geht: der Jochberger Vorläufer Anton Aufschnaiter. Im Rennen befinden sich Jeffrey Read (CAN/23 Jahre) und Johan Clarey (FRA/39) am oberen und unteren Ende der Alterstabelle.
  • 21 Jahre alt war der bislang jüngste Abfahrtssieger auf der Streif: Franz Klammer (AUT). Der älteste Sieger: Rekordgewinner Didier Cuche (SUI) mit 37 Jahren.
  • 30 TV-Türme, 40 Kameras, 50 km Kabel: die TV-Logistik für die 3312 m lange Strecke.
  • 43 österreichische Triumphe gibt es seit 1931 – insgesamt kommen die Sieger aus neun Nationen (u. a. 20-mal aus der Schweiz, sechsmal aus Frankreich).
  • 50 TV-Stationen fangen heute das Geschehen ein, allein der ORF ist mit 200 Leuten vor Ort. 300 Millionen Menschen weltweit bekommen einen Eindruck von Kitzbühel, außerdem garantieren Hochgeschwindigkeitskameras (2500 Bilder/Sekunde) spektakuläre Bilder.
  • 81 temporäre Aufbauten wurden von 790 Mitarbeitern und 50 Firmen errichtet, 1500 Leute wickeln das Hahnenkamm-Wochenende ab.
  • 103 km/h beträgt heute wohl die Durchschnittsgeschwindigkeit, beim ersten Abfahrtslauf in Kitzbühel (1906) waren es 22,5.
  • 153 km/h war der höchste in Kitzbühel gemessene Wert. Verantwortlich dafür: Michael Walchhofer (AUT) am 21. Jänner 2006 bei seinem Abfahrtssieg.
  • 400 personalisierte Startnummern ließ der Kitzbüheler Ski Club für das Wochenende drucken.
  • 700 Journalisten aus 30 Nationen sind alljährlich akkreditiert.
  • 1500 kg Fliehkraft fangen die Sicherheitszäune in Kitzbühel bei Stürzen ab. Eine Dummy-Messung bei über 110 km/h ergab 14 G (14-faches Körpergewicht). Sicherheit geht vor, seit 1959 ließen 15 Skisportler im Training oder Rennen ihr Leben (kein Opfer in Kitzbühel).
  • 1978 kam es zum bisher einzigen Ex-aequo-Sieg in der Hahnenkamm-Abfahrtsgeschichte. Josef „Sepp“ Walcher (AUT) und Sepp Ferstl (GER) kamen jeweils nach 2:07,81 Minuten ins Ziel.
  • 40.000 Zuschauer werden heute erwartet, am gesamten Wochenende rechnet man mit 90.000 Besuchern.
  • 3,52 Millionen Sportfans waren im vergangenen Jahr über den ORF live in Kitzbühel mit dabei (weitester Seherkreis), das sind 46 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren (Quelle: ORF-Aussendung).
© APA

Zahlen und Fakten

100.000 Zuseher zählte man am Rennwochenende 1999 – Rekord. Im Schnitt kommen 15.000 zum Super-G, 25.000 zum Slalom und 45.000 zur Abfahrt. Rund 20.000 sind bei der Siegerehrung der Abfahrt am Samstag.

Knapp 13 Kilometer an Sicherheitsnetzen (rund 1800 m A- und mehr als 11.000 m B-Netze) plus etwa 120 Stück „Airfence“ – aufblasbare Zäune – werden benötigt.

2.000.000 Liter Wasser werden zum Vereisen der Strecke verwendet, rund 100.000 Kubikmeter Schnee werden produziert. Rund 600 Helfer sind an den Renntagen auf der Piste beschäftigt.

47.000.000 Euro beträgt der Umsatz am Hahnenkamm-Wochenende im Großraum der Gamsstadt Kitzbühel. Das eigentliche Budget der Veranstaltung beträgt rund 8,5 Millionen Euro.

1:51,58! Ist der aktuelle Streckenrekord. Aufgestellt von Fritz Strobl im Jahr 1997.

725.000 Euro Preisgelder gibt es 2020 in Kitzbühel in Bewerben insgesamt zu gewinnen. Das Preisgeld für die Abfahrt beträgt 270.000 Euro.

Ski-Spektakel in Kitzbühel

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