22-Jährigen am Bahnhof Imst niedergerungen: Soldat ausgeforscht

Wenige Tage nach einem Zwischenfall am Imster Bahnhof konnte die Polizei einen gesuchten Bundesheer-Angehörigen ausforschen: Der Mann soll einen 22-jährigen Betrunkenen niedergerungen und verletzt haben, nachdem dieser ihn und seine Familie belästigt hatte.

Der Zwischenfall ereignete sich am Bahnhof Imst-Pitztal.
© TT/Böhm

Imst – Ein Zwischenfall am Bahnhof Imst-Pitztal beschäftigte die vergangenen Tage die Polizei: Am vergangenen Montag gegen 13.20 Uhr hatte dort ein vorerst unbekannter Mann in Bundesheeruniform einen 22-jährigen Betrunkenen zu Boden gerungen, der daraufhin eine Kopfverletzung erlitten hatte und reglos liegen geblieben war. Zwar hatte der Soldat, der mit seiner Familie unterwegs war, einen Fahrdienstleister in Kenntnis gesetzt. Er stieg dann aber in einen Zug und fuhr einfach davon.

Dem Vorfall war offenbar eine Belästigung durch den 22-Jährigen vorausgegangen. Dieser soll stark alkoholisiert gewesen sein und den Soldaten um Geld angebettelt haben. Außerdem soll der die Tochter des Mannes belästigt haben. Schließlich platzte dem Bundesheer-Soldaten die Hutschnur und er ging auf den Betrunkenen los. Nachdem er den Österreicher zu Boden gerungen hatte, informierte er den Fahrdienstleiter und fuhr gemeinsam mit seiner Familie mit dem nächsten eintreffenden Zug in unbekannte Richtung davon. Passanten kümmerten sich unterdessen um den Verletzten, der mit der Rettung ins Krankenhaus Zams eingeliefert werden musste.

Wenige Tage nach dem Zwischenfall konnte die Polizei Imst dann den gesuchten Soldaten ausforschen. Der 34-jährige Österreicher gab an, dass er und seine Familie von dem 22-Jährigen massiv belästigt worden seien und dass dieser auch nach mehrmaliger Ermahnung nicht damit aufgehört habe. Deshalb habe er den betrunkenen Mann mit einer Hebeltechnik zu Boden gebracht und anschließend den Fahrdienstleiter davon in Kenntnis gesetzt. (TT.com)


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