Tschechien treibt Ausbaupläne für AKW weiter

Im Februar wird die tschechische Regierung vorläufige Konsultationen mit den Bewerbern um den Auftrag zu einem neuen Reaktor im AKW Dukovany führen.

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Das tschechische Atomkraftwerk Dukovany auf einem Archivbild aus dem Jahr 2004.
© ANDREAS TROESCHER

Prag – Tschechien treibt seine Pläne für den Ausbau seiner Atomenergie-Industrie weiter. Im Februar wird die Regierung vorläufige Konsultationen mit den Bewerbern um den Auftrag zu einem neuen Reaktor im AKW Dukovany führen. Im März dann soll die Unterzeichnung entsprechender Durchführungsverträge zwischen dem Staat und dem zu 70 Prozent staatlichen Tschechischen Energiekonzern (CEZ) folgen.

Dies teilte der CEZ-Generaldirektor Daniel Benes laut Medienberichten vom Mittwoch mit. Benes sagte, es gebe „rund fünf“ ausländische Firmen, die an dem Auftrag interessiert sind. Die Ausschreibung könnte noch heuer eröffnet werden.

Bisher war von folgenden Bewerbern die Rede: der russischen Rossatom, der französischen Areva, der südkoreanischen KHNP, der chinesischen China General Nuclear Power und der US-amerikanischen Westinghouse.

Laut bisherigen Plänen sollte in Dukovany mit vier Blöcken ein fünfter Reaktor gebaut werden, wobei die Arbeiten daran 2029 beginnen und 2036 beendet werden sollten. Vizepremier und Industrieminister Karel Havlicek, der seit neuestem auch Verkehrsminister ist, hatte kürzlich erklärt, im Laufe von fünf Jahren müsse auch eine Debatte über den Ausbau des anderen AKW, jenes in Temelin, beginnen. (APA)

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