Papst verlangt strenges Vorgehen gegen Missbrauch

Es gelte die „verletzte Menschenwürde, vor allem der Kinder“, zu schützen, so Franziskus. Die Rechtsverfahren müssten effektiver und organischer werden.

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Papst Franziskus.
© Reuters

Wien – Papst Franziskus hat eine innerkirchliche Strafverfolgung von Missbrauch und anderen schweren Straftaten „mit Strenge und Transparenz“ verlangt. Es gelte die „verletzte Menschenwürde, vor allem der Kinder“, zu schützen, sagte er am Donnerstag laut Kathpress vor Mitarbeitern der Glaubenskongregation, die für derartige Verfahren zuständig ist.

Zugleich bestärkte er die Kurienbehörde in der Revision der betreffenden Normen. Die Rechtsverfahren müssten effektiver und organischer werden, so Franziskus. Derzeit arbeitet der Vatikan daran, die unterschiedlichen Gesetze und Erlasse zum Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch und Vertuschung zusammenzufassen.

Beim Empfang anlässlich der Jahresversammlung der Glaubenskongregation betonte der Papst auch, die christliche Lehre müsse sich „von Generation zu Generation“ erneuern und zugleich ihrem Fundament treu bleiben. Dabei beklagte er eine Erosion im allgemeinen Bewusstsein von Menschenwürde. Dies gehe zulasten von Solidarität und Geschwisterlichkeit.

Besonders mahnte er Zuwendung zu Schwerkranken und Sterbenden an. Niemand dürfe angesichts unheilbarer Leiden im Stich gelassen werden. „Aufgrund seiner ewigen Bestimmung bewahrt das menschliche Leben seinen ganzen Wert und seine ganze Würde unter allen Umständen, auch in Ungewissheit und Zerbrechlichkeit“, so der Papst. (APA)

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